Kanada WestenRundreise

Mit dem Wohnwagen durch Westkanada – Teil 2: Die Nationalparks

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Dies ist eine Fortsetzung unseres Berichts über eine Tour mit dem Wohnwagen durch Westkanada. Im ersten Teil sind wir nach Vancouver Island gefahren. Wir befinden uns nun in Whistler, zum Start der zweiten Woche, in der es in die Nationalparks geht.

Tag 7: Whistler – Kamloops

Westkanada Ausblick

Mittagspause mit genialem Ausblick

Heute ist ein reiner Transfertag. Bevor wir Whistler verlassen, sehen wir uns noch die schicken alten Autos an, die sich zu einem Porsche-Treffen hier versammelt haben. Kindheitsträume werden wahr 🙂 Dann geht es ans Fahren und an ein ausgeprägtes Sitzfleisch.

 

Unsere Mittagspause genießen wir an einem tollen Rastplatz mit atemberaubender Aussicht. Das ist einfach das Gute an einem Wohnmobil. Man macht irgendwo Halt, wo es einem gefällt und kann sich dann sein warmes Mittagessen zubereiten. Selten haben wir Spaghetti vor so einer Kulisse gegessen. Kurz hinter Kamloops übernachten wir heute dann endlich nach einer langen Fahrt.

Übernachtung im Pinegrove Campground
Fahrtdistanz heute: 340 km

Tag 8: Kamloops – Valemount

Westkanada Helmcken Falls

Helmcken Falls im Wells Gray Provincial Park

Auch heute müssen wir wieder einiges an Distanz zurücklegen, doch damit wir nicht wieder nur rumsitzen, machen wir einen Abstecher in den Wells Gray Provincial Park. Der Park liegt auf dem Weg und hat viel, das man entdecken kann. Kurz nach der Einfahrt in den Park finden wir einen tollen Aussichtspunkt auf Helmcken Falls, einen riesigen Wasserfall. Am Ende der Straße im Park gibt es eine Fischleiter – und diesmal auch mit vielen Lachsen! Springende Fische sind schon etwas Einzigartiges. Fehlt nur noch der Bär dazu. Aber auch auf einer kleinen Wanderung flussaufwärts will sich leider/zum Glück keiner zeigen.

Übernachtung im Valemount Pines Golf Resort 
Fahrtdistanz heute: 280 km

Tag 9: Valemount – Jasper National Park

Westkanada Jasper Nationalpark

im Jasper Nationalpark

Nach einer langen Fahrt kommen wir in Japser an. Hier beginnt unsere Tour fast nochmal von vorne. Die kanadische Provinz Alberta hat mehrere Nationalparks in den Rocky Mountains, die man nacheinander anfahren kann. Wir starten daher in Jasper im Jasper National Park mit einem Ausflug zum Medicine Lake und folgen daraufhin dem Icefield Parkway Richtung Süden. Es würde hier den Rahmen sprengen, jeden Stopp in diesem Nationalpark zu beschreiben, daher werden wir euch dies in einem separaten Artikel nochmals genauer vorstellen.

Übernachtung im Wapiti Campground
Fahrtdistanz heute: 222 km

Tag 10: Jasper National Park – Banff National Park

Ein Highlight des Icefield Parkways ist der Athabasca Gletscher, der sich fast bis zur Straße hin vom Berggipfel erstreckt. Ein witziges Highlight für uns: während wir die letzten Hügel zur Gletscherzunge hinaufgekraxelt sind und bei dem steilen Anstieg schon ein bisschen ins Schwitzen gekommen sind, haben wir eine Frau überholt, deren Rucksack fast größer als sie selbst war und irgendwie komisch ausgesehen hat. Erst bei genauerem Hinsehen haben wir bemerkt, dass oben auf dem Rucksack Kameras angebracht waren und der Weg gerade für Google Streetview aufgenommen wurde. Wir checken seitdem immer mal wieder, ob man uns da wandern sehen kann. Bis jetzt leider ohne Erfolg.

Westkanada Peyto Lake

Peyto Lake

Die Straße führt uns fließend in den Banff National Park. Ein Pflichtstopp ist der Ausblick auf den Peyto Lake, hier kommen türkises Wasser, Gletscher und endlose Wälder in einem Panorama zusammen. Wir übernachten an den Waterfowl Lakes. In den Nationalparks sind Campgrounds nicht im Voraus zu buchen, daher entscheiden wir uns etwas früher, einen Campground anzufahren, um noch einen Platz zu bekommen. Wir hatten noch sehr viel Auswahl 😊 So nutzten wir die Zeit für einen Spaziergang an den Waterfowl Lakes.

Übernachtung im Waterfowl Lakes Campground
Fahrtdistanz heute: 168 km

Tag 11: Banff National Park – Yoho National Park

 

Westkanada Morraine Lake

Kanutour im Morraine Lake

Das Highlight des Banff National Parks ist natürlich der bekannte Lake Louise. Um ehrlich zu sein: Zwar war der See sehr schön eingebettet in die pittoreske Landschaft, der Massentourismus hier nimmt aber viel von der Freude. Auch der Nachbarsee Morraine Lake ist hier ein Traum von See.
Die Parkplatzsituation ist hier noch schlimmer als am Lake Louise, ein frühes Ankommen ist hier daher von Vorteil. Die Kanutour ist zwar extrem teuer, aber wie oft kann man in einem so tollen See schon Kanu fahren?
Nachdem wir die Seen erkundet haben drehen wir um und biegen in den Yoho National Park ab. Unser Campground war heute direkt im Yoho National Park, direkt an den großen Felswänden, ein tolles Ambiente.

Übernachtung im Monarch Campground
Fahrtdistanz heute: 117 km

Tag 12: Yoho National Park – Glacier National Park

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Der Yoho National Park ist ein Paradies für Wanderer, auch längere, mehrtägige Wandertouren gibt es hier. Wir fuhren zum Emerald Lake, der durch seine grüne Farbe besticht. Auch die Takakkaw Falls sind beeindruckend. Leider haben wir heute Pech mit dem Wetter. Auf dem Weg zum Emerald Lake haben wir das erste Mal überhaupt Probleme mit der Größe des Campers: Eine Serpentine ist zu eng und wir müssen sie mit einigen Zügen vor und zurück nehmen. Die Autofahrer hinter uns sind aber, typisch kanadisch, sehr entspannt und nachsichtig.

Unser heutiger Campground hat auch noch eine Überraschung zu bieten: Wir können hier direkt auf dem Campgelände in heißen Thermalquellen baden. Nach fast zwei Wochen im Camper und in der freien Natur eine tolle Abwechslung.

Übernachtung in den Canyon Hot Springs
Fahrtdistanz heute: 197 km

Tag 13: Glacier National Park – Vernon

Westkanada Nationalparks

ein typisches Bild in den Nationalparks: grünes Wasser, riesige Wälder und ein tolles Bergpanorama

Am nächsten Tag erkunden wir den Mount Revelstoke National Park. Seen gibt es hier kaum noch zu sehen, aber der Nationalpark zeigt nochmal ein ganz tolles Bergpanorama der Rocky Mountains. Wir müssen zugeben, zu diesem Zeitpunkt freuten wir uns ein wenig auf Abwechslung. Die Rocky Mountains sind bezaubernd schön, aber nach über sieben Tagen ausschließlich Natur wollten wir auch etwas Anderes sehen. Und da kam uns eine Ausfahrt sehr gelegen.

Übernachtung im Owl’s Nest
Fahrtdistanz heute: 249 km

Im dritten Teil unseres Berichts geht es nun durch die kanadische Weinregion und in den Nordwesten der USA.

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