Sonne & StrandSüdasien

Tipps für den Traumurlaub auf den Malediven

Die Malediven gehören wohl mit zu den romantischsten Traumlocations auf der Welt. Sie umweht ein Hauch von Luxus und Exklusivität inmitten wunderschöner Natur. Tatsächlich gehören sie zu den beliebtesten Zielen für die Flitterwochen. In einem eigenen kleinen Bungalow über der türkisblauen Lagune zu nächtigen, morgens von der Terrasse aus mit den bunten Riff-Fischchen eine Runde drehen und abends ein exklusives Candlelight-Dinner zu zweit am weißen Strand – es gibt nicht viele, die dazu nein sagen würden.

Wir zwei sind ja eigentlich nicht so die Strand-Lieger im Urlaub. Trotzdem ist es doch immer wieder schön, wenn man eine Reise mit zwei oder drei Tagen am Strand abschließen kann. So kann man in aller Ruhe nochmal alles verarbeiten und sich doch noch von den ganzen Aktivitäten und Entdeckungen erholen.

So ist es uns auch bei der Planung unserer Sri Lanka Reise gegangen. Sri Lanka selbst hat auch wundervolle Strände und die Südküste gilt als Surferparadies. Aber wir haben uns überlegt, wann kommen wir so praktisch auf die Malediven (1,5h Flug ab Colombo)? Und Stefan wollte auch schon immer mal in so einen Over-Water Bungalow. Also haben wir uns entschieden, noch drei Tage im Nord Malé Atoll anzuhängen.

Malediven

Schon vom Flugzeug aus kann man die Riffe aus der Luft erkennen

Das Urlaubsgefühl fängt schon beim Anflug an. Vom Flugzeug sieht man schon die kleinen Inselchen im tiefblauen Wasser. Am Flughafen wartet dann schon der Transfer zum jeweiligen Hotel, entweder per Speedboat oder per Wasserflugzeug, je nachdem wie weit es noch ist. Die Malediven haben immerhin eine Nord-Süd Ausdehnung von knapp 900 km.

Die meisten Hotels liegen auf ihren eigenen Inselchen. Meist werden sie ja gerade aufgrund dieser Abgeschiedenheit und Exklusivität gebucht. Für die Hotelbuchung ergeben sich dadurch ein paar Besonderheiten. Deswegen haben wir euch hier ein paar Tipps zusammengestellt, auf was es zu achten gilt.

Tipps für die Hotelbuchung und den Aufenthalt auf den Malediven:

Verpflegung

Malediven

Over Water Bungalows sind meist die teuerste, aber auch die stilvollste Unterkunft

Die meisten Hotels bieten von sich aus nur All inclusive an. Selten sieht man auch Voll- oder Halbpension. Bei der Auswahl der Verpflegung sollte man sich eines bewusstmachen: es gibt höchstwahrscheinlich keine Alternativen außerhalb des Hotels, wo man zum Essen gehen kann. Auch wenn man meint, für den preislichen Unterschied von Halb- zu Vollpension kann man ja woanders gut etwas essen uns spart dabei noch – wohin gehen?  Wenn man schon weiß, dass man mittags sowieso nichts essen möchte, dann reicht auch Halbpension. Sonst würden wir mindestens Vollpension empfehlen, weil ungeplante Besuche im Hotelrestaurant dann nochmal richtig ins Geld gehen können. Ein Menü bei Burger King am Flughafen von Malé kostet übrigens zwischen 15 und 20 Euro – um ein Gefühl für das Preisniveau auf den Malediven zu bekommen.

Hoteltransfer

Die meisten Hotels und Resorts auf den Malediven liegen nicht auf der Hauptinsel Malé, sondern sind weit verstreut, sodass man nach der Landung am internationalen Flughafen noch einen Boots- oder Flugtransfer zu seinem Hotel benötigt. Was einem oft nicht auf den ersten Blick auffällt: dieser Transfer kostet nochmal extra; und das oft auch nicht zu knapp. Wir waren bei unseren Hotelrecherchen zum Teil wirklich geschockt, was an zusätzlichen Kosten allein durch diesen Transfer auf uns zukommen würden. Immerhin hat man ja keine andere Möglichkeit zum Hotel zu kommen. In anderen Städten oder Ländern nimmt man eben den Bus oder die U-Bahn um vom Flughafen zu seiner Unterkunft zu kommen, aber auf den Malediven ist man auf den hoteleigenen Transfer angewiesen. Das System, von seinen Gästen für diesen Transfer meist mindestens 200$ pro Person zu nehmen, stößt bei uns auf großes Unverständnis. Also, Augen auf!

Noch teurer wird es bei Transfers mit dem Wasserflugzeug. Bei der Wahl des Hotels solltet ihr daher auch darauf achten, wo das Hotel liegt, und ob ein Bootstransfer – der normalerweise weitaus preiswerter ist – möglich ist.

Aktivitäten

Malediven

Weiße flache Strände sind das Markenzeichen der Malediven

Die Aktivitäten auf den Malediven finden hauptsächlich am und im Wasser statt. Für etwas anderes ist einfach zu wenig Land vorhanden 🙂 Obwohl die Hotels auch hier mit Volleyball- und Tennisplätzen, Billard und Ähnlichem schon etwas gegen eventuelle Langeweile tun.

Es geht also zum Angeln, zum Segeln oder zum Paddeln. Besonders schön ist hier die Unterwasserwelt, die sich ganz einfach mit Taucherbrille und Schnorchel oder etwas ausführlicher mit Sauerstofflasche bei Tauchen erkunden lässt. Eine Schnorchelausrüstung bieten Hotels meist kostenlos zum Leihen an, manchmal sogar den Transfer zum nächsten Riff. Wir hatten in unserem Hotel das Glück, dass das Hausriff direkt von einem Steg am Ufer aus zu erreichen war und man nicht auf einen Bootstransfer angewiesen war. Ein kleines Detail, aber durchaus praktisch.

Malé

Malé ist ein echtes Kontrastprogramm zu den perfekt gestylten Hotelinseln. Hier wohnen etwa 92.555 Einwohner auf 195,2 Hektar, das entspricht etwa 47.415 Einwohner pro Quadratkilometer (Stand 2010). Zum Vergleich: in München teilen sich 4668 Menschen einen Quadratkilometer.

Über die Geschichte der Bevölkerung kann man sich im National Museum schlau machen. Direkt daneben liegt der kleine Park Rasrani Bageecha, wo man von dem allgegenwärtigen Getümmel etwas verschnaufen kann. Auf der anderen Seite des Parks liegt der Mulee—aage Palast, die Residenz des Präsidenten der Malediven. Am prägnantesten im Stadtbild ist aber wahrscheinlich die goldene Kuppel des islamischen Zentrums mit der Freitagsmoschee, die über 5000 Gläubigen Platz bietet. Besonders bemerkenswert sind auch die Holzschnitzereien und die arabischen Kalligraphien an den Wänden im Inneren.

Beachte: Die Malediven sind ein streng muslimisches Land, auch wenn man davon in den Hotels nicht wirklich etwas mitbekommt. Die Regeln des Islam werden auf den Hotelinseln sehr locker bis gar nicht beachtet und Regelverstöße werden toleriert (z.B. der Ausschank von Alkohol). In Malé selbst sollte man eher nicht nach einem Bier fragen und sich auch einigermaßen angemessen kleiden. Bedeckte Schultern und Knie reichen dabei meistens schon; in Moscheen gelten dann natürlich wieder strengere Regeln.

Die Malediven sind wirklich ein Strandparadies wie aus dem Bilderbuch. Ja, es ist hier sehr teuer; ein Großteil der Kosten kommt allerdings daher, dass praktisch alles importiert werden muss. An heimischen Gütern gibt es hier nicht viel außer Fisch und Kokosnüssen.  Das erklärt die Preise hier zwar nicht vollkommen, aber die Malediven leben auch von ihrem exklusiven Image.

Wir haben unseren Aufenthalt hier insgesamt sehr genossen. Wir konnten ein wenig ausspannen, haben viele bunte Fische und Schildkröten gesehen und haben unsere nach Sri Lanka etwas angeschlagenen Mägen auskuriert 🙂 Für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Rückweg aus Asien würden wir wieder hierherkommen!

Anreise

Der einzige internationale Flughafen liegt auf einer eigenen Insel neben der Hauptstadt Malé. Nirgendwo anders haben wir bisher eine Drop-Off Area für Boote an einem Flughafen gesehen 🙂 Condor und Lufthansa bieten Direktverbindungen aus Deutschland an. Wenn ihr wie wir den Aufenthalt auf den Malediven mit einer Reise nach Asien verbinden möchtet, dann schaut vor allem nach Gabelflügen mit dem Hinflug nach Asien und dem Rückflug ab den Malediven. Dies ist insbesondere mit Emirates und Etihad möglich. Für den Transfer auf die Malediven bietet Sri Lankan Airways mitunter sehr günstige One-Way Verbindungen.

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Unterkunft

Unsere absolute Empfehlung, da auch im Preis-/Leistungsverhältnis super: Das OBLU Helengeli Island liegt nur 45 Minuten per Boot vom Flughafen entfernt, hat so einen erschwinglichen Flughafentransfer und bietet für maledivische Verhältnisse günstige Bungalows an. Schnorchelequipment kann man dort gratis leihen. Das Riff liegt direkt an der Insel, so kann man ohne Boot direkt Haie, Schildkröten etc. entdecken. Das All Inclusive-Paket beinhaltet drei reichhaltige Buffets mit internationaler und lokaler Küche und Live Cooking Stationen. Der Service war hier hervorragend. Generell ist das Hotel auch auf jüngere Gäste ausgelegt, beispielsweise wird kein edler Dresscode für das Abendessen vorausgesetzt.

Reisezeit

Die Malediven sind das ganze Jahr über zu bereisen, in unseren Sommer- und Herbstmonaten ist hier jedoch Regenzeit. Allerdings ist man auch im Frühjahr (der eigentlich besten Jahreszeit) nicht vor heftigen Regenfällen geschützt (wir mussten auch einen Urlaubstag im Bungalow verbringen, da es zu stark regnete. Zum Essen wurden wir vom Personal mit Regenschirmen direkt vom Bungalow abgeholt 🙂 ).

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