RTW Tagebuch

Tag 9 – der Süden der Osterinsel

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Die Osterinsel ist zwei Stunden hinter der Zeitzone Chiles hinterher. Eine eigene Zeitzone für die Osterinsel gibt es auf dem Handy nicht, aber Chicago hat die gleiche Uhrzeit wir die Osterinsel. Daher stellten wir unser Handy bei Ankunft vor zwei Tagen einfach auf die Zeitzone Chicagos.

Osterinsel Moais

Sonnenaufgang am Ahu Tongariki

Heute wollten wir ganz früh morgens zum Sonnenaufgang am Ahu Tongariki. Bilder im Internet versprachen einen tollen Sonnenaufgang hinter den Moais. Wir stellten uns also den Wecker, um rechtzeitig losfahren zu können. In dieser Nacht stellte Chicago jedoch auf Winterzeit um – die Osterinsel natürlich nicht…Wir waren also viel zu spät dran als der Wecker ging. Trotzdem wollten wir noch los.

Im Halbdunkeln wurden die Straßen auch nicht besser und hinter der ein oder anderen Kurve stand mal wieder ein Pferd auf der Straße. Am Ahu Tongariki angekommen dämmerte es schon. Wir rechneten ja mit einem Andrang wie am Ayers Rock – tatsächlich waren noch drei andere Autos da. Ob alle anderen auch die Zeitzone Chicagos auf dem Handy hatten!?

Der Moai Park selbst war noch gar nicht geöffnet und so konnten wir die ersten paar Minuten nur von hinter der Mauer den Sonnenuntergang ansehen – wenn nicht gerade ein Pferd oder eine Kuh ins Bild wanderte. Punkt 7 Uhr öffneten dann die Tore und die Touristenmassen (acht Personen insgesamt) strömten in den Park. So hatte jeder sein eigenes Plätzchen. Es war stark bewölkt und die Sonne blitzte nur kurz zwsichen den Wolken hervor.

Osterinsel Orongo

die Siedlung von Orongo

Nachdem wir zurück in der Unterkunft gefrühstückt hatten fuhren wir in den Süden der Insel. Hierfür muss man einmal um die Landebahn des Flughafens herum und da diese einmal von der West- bis zur Ostküste reicht, fährt man unweigerlich direkt an der Küste entlang.

Im Süden der Insel liegt der Vulkan Ranu Kau. Hier gibt es zur Abwechslung keine Moais, sondern auf diesem Berg kann man die Häuser der Einwohner bestaunen. Runde Steinhäuser wurden hier auf den Bergkamm gesetzt, mit tollen Ausblick auf den Pazifik (ob sie gehofft haben, eine neue Insel zu entdecken, die bewohnt und näher ist als Pitcairn? 🙂 ). Wir lernten, wie die Menschen früher auf der Insel lebten und wohnten. Beeindruckend ist vor allem, wenn man sich vorstellt, dass diese Lebensweise auf dieser Insel noch bis ins 20. Jahrhundert bestand.

Osterinsel Anakena Beach

Anakena Beach

Am Nachmittag fuhren wir zurück zum Anakena Beach. Es war ein wenig bewölkt, sodass man es am Strand gut aushalten konnte. Isabella wagte einen Schnorchelausflug, doch Schildkröten findet man anscheinend wirklich nur im Hafenbecken. Einige einheimische Kinder sprangen von einem Picknickplatz ins Meer und hatten Spaß. Doch kurz danach näherte sich ein französisches Kreuzfahrtschiff. Statt spielender Kinder wurde der Picknickplatz nun die Anlegestelle für die Tenderboote, die nach und nach die Kreuzfahrtgäste an Land brachte. Ein sehr komischer Anblick, war die Insel doch immer recht leer…

Osterinsel Moai

am „falschen“ Sonnenuntergang in Hanga Kioe

Da der Sonnenaufgang nicht ganz nach Plan lief, wollten wir noch den Sonnenuntergang sehen. Auch hier gibt es mit dem Ahu Tahai einen dedizierten Platz dafür. Ausgestattet mit der Straßenkarte versuchten wir, diesen Platz zu finden, fanden schlussendlich jedoch einen anderen Moai. Wir waren hier ganz alleine, nur peu à peu kamen einige Pferde mit auf diesen Platz. Ein wirklich magischer Moment, den Sonnenuntergang in dieser Ruhe genießen zu können.

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