RTW Tagebuch

Tag 7 – ab auf die Osterinsel

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

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Nachdem wir nun fast eine Woche Stadturlaub gemacht haben, sollte heute ein neuer Abschnitt unserer Reise beginnen: Wir flogen auf die Osterinsel. Die Osterinsel ist fast jedem ein Begriff. Die Moais, die Steinfiguren, sind das Aushängeschild der Insel, die politisch zu Chile gehört, aber eher zur polynesischen Kultur zu zählen ist.

Flug auf Osterinsel

Die Osterinsel kommt in Sicht

Am Flughafen von Santiago angekommen merkten wir einmal mehr: In Chile muss man Geduld haben – viel Geduld. Der Flug auf die Osterinsel hat seinen eigenen Check-In Bereich im internationalen Terminal. Für die Osterinsel gelten seit 2018 neue Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen. Man muss vorab eine Unterkunft gebucht haben (was ohnehin Sinn macht) und man darf maximal 30 Tage auf der Insel bleiben. Die Warterei am Check-In zog sich ewig hin. Für unseren Flug war nur ein Check-In Schalter offen und die Dame am Schalter machte mittendrin Feierabend ohne dass ein Ersatz zur Verfügung stand. Dementsprechend zog sich die Warterei noch länger hin, da gar kein Schalter offen war. Südamerika eben.

Als wir endlich eingecheckt hatten und im Abflugbereich waren, wollten wir frühstücken. Gestern noch haben wir Santiago lobend erwähnt, dass man mit Englisch hier viel besser zurecht kommt als in Buenos Aires. Die einzige große Ausnahme scheint jedoch das internationale Terminal zu sein. Schon die Dame am Check-In sprach kein Englisch und auch die Verkäufer im Dunkin Donuts sprachen ausschließlich Spanisch. Nun erwarten wir generell nicht von jedem, dass er Englisch spricht, aber in einem internationalen Terminal hätte man schon darauf kommen können, dass hier englischsprachiges Personal vielleicht ganz hilfreich sein kann.

Wie fast überall in Südamerika liefen auch im Terminal Coverversionen von aktuellen Liedern im Loungestil, oder direkt beruhigende Musik. Dass der Flughafen dies vielleicht etwas übertrieben hatte, könnt ihr im Video oben sehen 🙂

Osterinsel Hafen

Die erste Meeresschildkröte ließ nicht lange auf sich warten

Der Flug auf die Osterinsel dauert 5 1/2 Stunden. Nach dem langen Flug nach Buenos Aires inzwischen natürlich ein Klacks. Hinzu kam, dass LATAM hier den Dreamliner einsetzt, somit hat man relativ viel Platz und eine helle und angenehme Atmosphäre. 5 1/2 Stunden flogen wir also über den Pazifik. Unter uns nichts als Wasser. Wir fingen an zu verstehen, was die Osterinsel so besonders macht. Der nächste Flughafen ist 5 1/2 Stunden entfernt, die nächste Zivilisation über 3000 km, und das sind die Pitcairninseln, also auch nicht unbedingt eine internationale Metropole. Und dennoch schafften es die Polynesier, über hunderte Jahre sich auf dieser kleinen Insel selbst zu versorgen.

Kurz vor der Landung dann endlich Land in Sicht. Die Insel kam in Sicht und wir machten noch eine Runde um die Insel im Landeanflug. Nun waren wir also endlich angekommen!

Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, wollten wir noch in den einzigen Ort der Insel laufen. Maureen, die in unserer Unterkunft arbeitet, überholte uns nach einigen Minuten mit dem Auto und nahm uns mit. Eine gute Idee war das, denn die Entfernungen sind doch weiter als gedacht. Eigentlich wollten wir ja nur Fahrräder mieten, um über die Insel zu kommen, aber das überlegen wir uns nochmal.

Osterinsel Hafen

am Hafen von Hanga Roa

In Hanga Roa, dem Ort der Osterinsel, gingen wir zum Hafenbecken, denn hier sollen die seltenen grünen Meeresschildkröten leben. Und tatsächlich, nicht mal zwei Minuten brauchten wir, um die ersten zu entdecken.

Den Rückweg in die Unterkunft mussten wir dann zu Fuß bestreiten. Eine Stunde dauerte es, bis wir ankamen, zwischendurch mussten wir an wilden Pferden und Kuhherden vorbei. Die Idee mit dem Mietwagen klingt jetzt gar nicht mehr so schlecht!

zum nächsten Tag

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