RTW Tagebuch

Tag 6 – Santiago de Chile

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Santiago Barrio Bellavista

im Barrio Bellavista

Wie man in der Überschrift schon erkennen kann: Wir blieben heute in der Stadt. Nach einem späten Frühstück nahmen wir die U-Bahn ins Stadtzentrum. Sebastian, unser Guide auf unserer Tour gestern, hatte uns zwei Stadtviertel empfohlen, die wir uns ansehen sollten, unter anderem das Barrio Bellavista. Wir stellten schnell fest, dass diese Viertel eher Ausgehviertel waren. Und weil gestern Abend wahrscheinlich die ganze Stadt auf der Straße war, waren diese Viertel relativ ausgestorben.

Dennoch waren die Viertel recht interessant, sie erinnerten ein wenig an La Boca. Viele bunt bemalte Hauswände und noch mehr Bars (die natürlich heute Morgen noch geschlossen waren).

Santiago Plaza de Armas

Plaza de Armas

Von hier liefen wir zum zentralen Platz der Stadt, dem Plaza de Armas. Der Platz ist der bekannteste Treffpunkt, dementsprechend war viel los. Zum ersten und einzigen Male in Südamerika fühlten wir uns hier unwohl, daher gingen wir schnell weiter. Wir spazierten den Cerro Santa Lucia hinauf, der Hügel, auf dem die Stadt gegründet wurde. Eine Aussicht auf die Stadt hatten wir hier nicht unbedingt, auch auf dem Hügel gab es nicht viel zu sehen. Allerdings konnte man hier eine ruhige Atmosphäre genießen, mitten in der Innenstadt. Wir machten hier eine kurze Pause.

Wir liefen zurück ins Barrio Bellavista zum Mittagessen. In einem sehr chicen Hinterhof fanden wir ein Asian Fusion Restaurant. Für den Nachmittag nahmen wir uns vor, über den Stadtberg, den Cerro San Cristobal zurück zum Hotel zu laufen. Auf den Berg fährt eine Zahnradbahn. Doch die Schlange vor dieser war schon recht abschreckend. Wir entschieden uns also, zu Fuß auf den Berg zu laufen. Der Aufstieg war recht anstrengend, ein langer, steiler Wanderweg führte hinauf. Immer wieder konnte man durch eine Lichtung in den Bäumen die Aussicht auf die Stadt genießen. Die Stadt windet sich einmal komplett um den Berg herum, daher konnte man an jeder Ecke auch etwas anderes von oben entdecken. Manchmal die irre großen Wohnviertel, das ein oder andere Stadion oder Kirchtürme, die zwischen den Häusern herausragten.

Santiago Cerro San Cristobal

Ausblick vom Cerro San Cristobal

Nach einer guten Stunde hatten wir es dann endlich geschafft: Wir waren oben. Eine atemberaubende Aussicht belohnte unsere Mühen. Von hier hat man genau das Bild, wofür Santiago bekannt ist: Die Hochhäuser des Geschäftsviertels vor dem Panorama der Anden – auch bei uns noch mit ein bisschen Schnee bedeckt.

So lange der Aufstieg dauerte, so schnell ging der Abstieg. Direkt vor unserem Hotel endete der Wanderweg bergab.

Wir wollten heute Abend noch eine Kleinigkeit zu essen finden und fanden eine Sandwichbar. Aus Buenos Aires waren wir schon gewöhnt, dass es keine englischen Speisekarten gibt und auch dass das Personal kein Englisch spricht. So versuchten wir in dieser kleinen Sandwichbar in einer Nebenstraße Santiagos, irgendetwas auf der Karte zu verstehen. Bis der Kellner in astreinem Englisch uns fragte, ob wir nicht lieber die englische Speisekarte lesen wollen…

Generell fiel uns in den letzten Tagen in Santiago auf, dass die Stadt fast internationaler ist als Buenos Aires. Mit Englisch kam man hier viel weiter als in der argentinischen Hauptstadt, es gibt internationale Ketten wie eben das Vapiano gestern und englische Speisekarten sind eher die Regel statt die Ausnahme.

Internationalität sollten wir ab jetzt jedoch nicht erwarten, denn morgen geht es auf die Osterinsel, eines der exotischsten Ziele, die wir uns vorstellen können.

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