RTW Tagebuch

Tag 24 – Auckland

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Auckland Otorohanga Kiwi House

Ein Kea im Kiwi House

Unser letzter Tag. Kaum zu glauben. So viel wir in den ersten Wochen erlebt und gesehen haben, so schnell ging die Zeit jetzt in Neuseeland rum. Für heute hatten wir uns vorgenommen, noch ein wenig Auckland’s Innenstadt zu erkunden, bevor es morgen nur noch zum Flughafen geht. Doch das Wetter in Auckland sah gar nicht gut aus. So entschieden wir uns, statt den ganzen Tag im regnerischen Auckland zu verbringen, noch ein bisschen neuseeländische Fauna kennen zu lernen.

Es ging zurück nach Otorohanga, in das Kiwi House. In diesem kleinen Tierpark werden Kiwis aufgezogen. In speziell eingerichteten Häusern werden Tages- und Nachtzeit umgekehrt, sodass man die nachtaktiven Vögel nicht nur schlafend sehen kann. Die Tiere haben einen sehr eigenartigen Körperbau und laufen ähnlich wie ein Strauß, aber mit dem Kopf nach unten gerichtet durch ihr Gehege. Das eigentliche Highlight war aber eigentlich das Nachthaus selbst. Weil es abgedunkelt war, brauchte man ein paar Minuten, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Umso lustiger war es dann zu beobachten, wie Besucher, die gerade in das Nachthaus eingetreten waren, nachtblind in anderen Leute hineinliefen.

Auckland Otorohanga Kiwi House

Ein Kiwi begrüßt uns am Kiwi House

Bei der Kiwi-Fütterung erklärte uns die Tierpflegerin ein wenig über die Eigenschaften der Kiwis, auch dass sie Essen nicht unbedingt zum Aufstehen bewegen würde, wie in unserem Fall heute. Doch auch der Rest des Tierparks war sehr interessant. Alle in Neuseeland einheimischen Tiere waren hier zu Hause, auch Gebirgstauben (etwas dreimal so groß wie unsere Tauben hierzulande), Keas und selbst Enten lebten hier. Eine Ente mussten wir mit einem Tierpfleger zusammen retten, sie hatte sich im Gestrüpp verfangen.

Am Nachmittag fuhren wir dann nach Auckland und bezogen unser Hotel in der Innenstadt. Wir spazierten ein wenig durch das Stadtzentrum , allerdings kann die Stadt bei weitem nicht so viel wie bspw. Melbourne bieten.

Auckland Hafen

Sonnenuntergang im Hafen von Auckland

Eine kleine Überraschung gab es noch am Abend. Wir hatten für den letzten Abend der Reise ein Restaurant am Hafen reserviert. Dort angekommen war das Restaurant jedoch nicht zu finden. An der angegebenen Adresse war ein anderes Restaurant. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass unser gebuchtes Restaurant nicht mehr existiert und nun ein anderes Restaurant alle Reservierungen übernommen hatte. In diesem neuen Restaurant waren wir die einzigen, eine Reservierung wäre also nicht wirklich notwendig gewesen. Das letzte Abendessen, inklusive Sonnenuntergang im Hafen von Auckland konnten wir aber trotzdem in vollen Zügen genießen.

Nun war sie also vorbei, unsere Round-the-World Hochzeitsreise. Fast ein Jahr lang haben wir sie geplant, uns darauf gefreut und ausgemalt, wie es wohl sein würde. Und nun ist sie nach nur 24 Tagen auch schon herum. Aus geplanten Zielen wurden Erinnerungen, aus Buchungsbestätigungen wurden Erlebnisse. War dies unsere letzte Reise um die Welt? Wir können es uns schwer vorstellen. Die Reise hat uns gezeigt, wie groß aber auch wie klein die Welt sein kann. Entfernung sind nicht zu unterschätzen, doch wir haben uns egal auf welchem Stopp zurecht finden können. Natürlich gibt es kulturell noch viel exotischere Ziele, doch diese Tour zeigte uns sehr deutlich, was für Strapazen und neue Eindrücke Expeditionen wie die von James Cook oder Vasco da Gama auf sich genommen und gesammelt haben.

Für uns stand nun erstmal wieder der Alltag im grauen und dunklen Winter-Deutschland an. Doch es wird bestimmt nicht lange dauern bis wir uns das nächste Mal wieder fragen: „Would you Fly Away With Me?“.

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Auckland Flughafen

im Stile der Kiwis…beim Reisen nicht in Stress verfallen!

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