RTW Tagebuch

Tag 23 – Glühwürmchen-Höhlen

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Waitomo Ruakuri Höhle

in der Ruakuri Höhle

Auch zum Check-Out hatten wir unseren Gastgeber nicht zu Gesicht bekommen. Eine praktische, aber ungewohnte Art der Unterkunft. Bei nasskaltem Wetter packten wir das Auto und fuhren in Richtung Nordwesten. Es war schon der vorletzte Tag unserer langen Reise. Natürlich war es bereits der 23. Tag, doch ein Ende der Reise macht immer auch Lust darauf, noch länger zu bleiben.

Unser Ziel war heute die Region Waitomo, bekannt für ihre Tropfsteinhöhlen mit vielen Glühwürmchen. Über das Internet hatten wir unsere Touren bereits gebucht. Es gibt insgesamt drei Höhlen, die man über die gleiche Organisation besichtigen kann. Wir entschieden uns dafür, zwei der drei zu besichtigen und mussten über das Internet bereits eine bestimmte Uhrzeit für die Tour durch die jeweilige Höhle buchen. Dementsprechend viel zu früh kamen wir in Waitomo an. Eine Vorverlegung der Tour war nicht möglich, so suchten wir uns wieder einmal einen Pub zum Mittagessen.

Frisch gestärkt fuhren wir zur Ruakuri Höhle. Die riesige Tropfsteinhöhle hat einige Glühwurm-Kolonien, ist aber auch wegen seiner Tropfsteine sehr beeindruckend. Mit einem humorvollen und kompetenten Guide gingen wir eine Art Korkenziehergang hinunter in die Höhle, wo wir allerlei lernten über die Nutzung der Höhlen durch die Maori und wie Tropfsteine überhaupt entstehen. In dieser Höhle kann man auch Rafting ausprobieren. Mehrmals sahen wir eine Gruppe auf Schwimmreifen unter uns durch sie Höhle gleiten.

Ruakuri Höhle…Glühwürmchen kann man leider keine fotografieren

Nach der wirklich tollen Tour in der Ruakuri Höhle ging es zu der bekanntesten Höhle in Waitomo – die mit den meisten Glühwürmchen. Die Tour hier war ein großer Kontrast zu unserer Tour in Ruakuri, viel mehr Leute waren hier in der gleichen Gruppe. Wir wurden in ein Boot gesetzt und unser Guide hangelte unser Boot durch die stockdunkle Höhle. Nur die blinkenden Schuhe eines Kleinkindes beleuchteten die Höhle. Wer auf so eine Idee kommt, bevor man in eine Glühwürmchen-Höhle fährt…

Die Fahrt selbst war schnell aber wunderschön. In zwei Höhlenkammern leuchtete die gesamte Decke auf, jedes Lichtchen ein einzelnes Glühwürmchen. Die Glühwürmchen hier sind ca. 10cm große Würmer, die aus ihrem Körperende (ich habe ein schönes Wort dafür gefunden! 🙂 ) leuchten, von dem sie einen bis zu 50cm langen klebrigen Faden herunter hängen lassen. Ihre Hoffnung ist, mit dem Licht kleine Fliegen und Mücken anzuziehen und mit dem Faden zu fangen. Gar nicht so romantisch, wie es auf den ersten Blick aussieht…

Waitomo Schafe

Die weiten Felder Waitomos – natürlich mit Schafen

Unser abendlicher Stopp war eine Farm in der Weite Waitomos. In Otorohanga, dem nächstgelegenen Ort, besorgten wir uns etwas zum Abendessen. Hier gibt es auch den „berühmten“ Ed Hillary Walkway, eine kleine Passage mit Vitrinen, von denen jede einen typischen Teil Neuseelands ausstellt. Vom Marmite-Aufstrich, über Segeln und Rugby, bis hin zum Frauenwahlrecht war hier alles vertreten, was die Kiwis stolz auf ihr Land macht. Die Passage war zwar kein besonderer Hingucker, aber dennoch eine interessante Sammlung neuseeländischer Icons.

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