RTW Tagebuch

Tag 17 – Zur Coromandel Halbinsel

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Der erste Tag in Neuseeland und wir haben keinen Jetlag. Schon etwas merkwürdig – ist das wirklich Neuseeland? Da wir nur eine Stunde Zeitunterschied zwischen Tahiti und Neuseeland hatten (oder 23 mit der Datumsgrenze), konnten wir direkt morgens in das Abenteuer Nordinsel starten. Wir wurden vom Shuttle der Mietwagenzentrale direkt am Hotel abgeholt und übernahmen unser Auto.

Coromandel Halbinsel

Ausblick auf die vorgelagerten Inseln

Nach kurzer Orientierung (Linksverkehr!!) ging es dann in Richtung Südosten, unser Ziel war heute die Coromandel Halbinsel. Schnell merkten wir die Eigenheiten des neuseeländischen Straßenverkehrs: Straßen, die länger als 300 Meter stur geradeaus gehen, gibt es hier nicht. So kurvten wir um die unzähligen grünen Hügel bis wir wieder den Pazifik sahen. Die Coromandel Halbinsel liegt auf der anderen Seite einer großen Bucht, die es erst einmal zu umkurven galt.

Coromandel Halbinsel Cathedral Cove

Am Cathedral Cove

Schon mittags erreichten wir unser Bed & Breakfast in Thames und überraschten so etwas unsere Herbergseltern. Doch wir wollten eigentlich nur bei Tageslicht schauen, wo unsere Unterkunft ist und den Nachmittag noch für Ausflüge nutzen. Doch Garth, unser Herbergsvater ging förmlich darin auf, uns die Insel zu erklären und Ausflüge vorzuschlagen. So folgten wir seinem Vorschlag und fuhren an die Ostküste der Halbinsel, zu den wohl bekanntesten Spots: Cathedral Cove und Hot Water Beach.

Den ganzen Morgen über empfanden wir die Temperaturen in Neuseeland (es war Mitte November) recht kühl gegenüber unseren vorherigen Zielen, doch kaum kam mittags die Sonne durch, wurde es trotz nur 20 Grad auf dem Thermometer richtig warm. Cathedral Cove ist eine Höhle in der Sandsteinküste in der Nähe des Ortes Hahei. Hierhin führt ein sehr gut ausgebauter Wanderweg hinab zum Strand, an dem die Höhle liegt. Zwischendurch gibt es immer wieder einen Abstecher zu einem anderen Strand, die wir uns auch anschauten.

Coromandel Halbinsel Cathedral Cove

Cathedral Cove

Nach den letzten Zielen waren wir große Touristenmassen gar nicht mehr gewöhnt und so war es für uns etwas ungewöhnlich, so viele deutsche Stimmen zu hören. Doch Neuseeland ist inzwischen eben ein sehr beliebtes Land für Schüleraustausche und Work & Travel, daher auch die vielen jungen Deutschen. Am Ende des Wanderweges lag dann der wunderschöne Strand der Cathedral Cove vor uns. Direkt vor dem Strand ragen meterhohe Sandsteinfelsen aus dem Wasser, im Hintergrund unzählige kleine Inseln. Zu unserer Überraschung nutzten viele hier den Strand zum Schwimmen. Die Wassertemperatur wird nicht allzu warm gewesen sein.

Zurück am Auto fuhren wir schon in der Dämmerung zum Hot Water Beach. Durch heiße vulkanische Quellen wird hier das Grundwasser aufgeheizt. Wenn man dann am Strand ein Loch buddelt, das tief genug ist, um an das Grundwasser zu gelangen (ein halber Meter genügt schon), so hat man sich seinen eigenen Hot Pool gegraben.

Coromandel Halbinsel Hot Water Beach

Hot Water Beach (unter den ganzen Leuten)

Dies ist allerdings nur bei Ebbe möglich, bei Flut schwappt das kalte Meerwasser in den eigenen Pool. Der Anblick dort ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Hunderte Leute graben auf engstem Raum im Sand, die Pools sind eher Rücken an Rücken. Obwohl uns Garth mit einem Spaten und Handtüchern ausgestattet hatte, verzichteten wir auf den eigenen Pool.

Zurück in Thames freuten wir uns nach über drei Wochen auf Reisen auf etwas ganz besonders: Asiatisches Essen. In Südamerika und auf Polynesien eigentlich gar nicht zu bekommen, gibt es das in Neuseeland (wie auch in Australien) im Überfluss. Wir erwischten einen großartigen Inder!

Dadurch, dass wir bereits heute die Highlights der Coromandel Halbinsel gesehen hatten, hatten wir am nächsten Tag mehr Zeit, die nicht so bekannten Orte der Halbinsel zu entdecken.

zum nächsten Tag

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