RTW Tagebuch

Tag 16 – über die Datumsgrenze

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Bora Bora Lagune

ein letzter Blick auf die Lagune vor unserer Insel

Unsere Zeit in Bora Bora war bereits wieder vorbei. Es war zwar sehr schade, dass wir schon wieder abreisen mussten, auf der anderen Seite hätten wir vielleicht maximal einen zusätzlichen Tag hier bleiben können, bevor es langweilig geworden wäre (wenn man das in so einem Paradies überhaupt sagen darf).

Relativ entspannt war eigentlich der Morgen. Um 10:00 Uhr legten wir mit dem Boot an unserer Insel ab. Der Concierge verabschiedete uns mit dem traditionellen Trompeten einer Muschel. In den letzten Tagen haben wir dies oft von unserem Bungalow aus beobachten können, nun waren wir an der Reihe, die Insel zu verlassen.

Bora Bora Flughafen

Bora Bora Airport, der vielleicht schönste Flughafen der Welt

Bora Bora Lagune

Ein letzter (sehnsüchtiger?) Blick zurück auf unsere Insel

Der Flughafen von Bora Bora ist recht klein und man wusste, jeder der im Terminal ist würde auch auf unserem Flug sein. Nach dem Check-In leichte Verwunderung: Es gibt keine Sicherheitskontrolle! Unser Flug hatte noch einen planmäßigen Zwischenstopp auf Bora Bora’s Nachbarinsel Raiatea. Auf Grund der freien Platzwahl fanden wir keine Plätze mehr nebeneinander, aber das war auch nicht so schlimm. Wir waren kaum abgehoben, da waren wir auch schon wieder im Landeanflug. Handgestoppte 14 Minuten brauchten wir zwischen Start und Landung. Es gibt eigentlich auch eine Fähre, die wird aber auf Grund des starken Seegangs eher gemieden. Zu unserer Verwunderung stiegen tatsächlich fast alle aus, nur sechs Leute blieben im Flieger zum Weiterflug nach Tahiti.

In Tahiti angekommen hatten wir noch ein wenig Zeit. Der Check-In für unseren Weiterflug nach Auckland noch nicht geöffnet hatte. Wir setzten uns auf die Bank und beobachteten den Verkehr am Flughafen: ein Vater im Kleinwagen, der seine Tochter abholte, ein Reisebus mit offensichtlich Kreuzfahrtreisenden (> 80 Jahre), ein Familienvan, der seine Kinder zum Flughafen brachte, ein Reisebus mit offensichtlich Kreuzfahrenden…

 

Bora Bora Flugzeug

der geliehene Flieger nach Neuseeland. Air New Zealand-Lackierung sieht anders aus

Kaum hatte der Check-In Schalter geöffnet, waren wir auch schon eingecheckt. Da der Flug nach Auckland der erste internationale Flug des Tages war, mussten wir noch darauf warten, dass das internationale Terminal geöffnet wird. Dementsprechend konnten wir mal ein menschenleeres Terminal erleben, bis nach und nach die anderen Reisenden ankamen.

Eigentlich hätte der Flug von einem Dreamliner durchgeführt werden sollen, doch da Rolls-Royce alle Triebwerke überprüft schickte uns Air New Zealand stattdessen eine Boeing 777, die Singapore Airlines vorher aussortiert hatte. Im Inneren des Fliegers gab es dementsprechend nostalgische Gefühle an die ersten Langstreckenreisen…denn das Innere wurde anscheinend seit 2005 nicht mehr erneuert. Sitzabstand und Entertainment System waren damit auch nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Dies wäre auch egal gewesen, denn Stefan’s Sitznachbar – ein 86-jähriger Australier, unterhielt uns die ganzen 5 1/2 Stunden mit leider nicht ganz so interessanten Themen (was für ein tolles Business er aufgebaut hatte, dass in Cola viel Zucker ist (während er den vierten doppelten Whiskey trinkt), und leider auch die leidige Flüchtlingsgeschichte).

Bora Bora Moorea

Moorea im Sonnenuntergang

In Auckland angekommen ging alles sehr schnell. E-Gates gibt es hier inzwischen auch für deutsche Staatsangehörige und so waren wir in Null komma nichts durch. Leider realisierten wir erst danach, dass wir an den E-Gates natürlich auch keinen Stempel in den Pass bekommen…Da wir uns auf der Osterinsel einen Moai als Souvenir gekauft hatten, wollten wir auf Nummer sicher gehen und deklarierten das Holz. Nach unzähligen Folgen Border Patrol waren wir jetzt also selbst in der Veterinärskontrolle. Aber hier gab es nichts zu beanstanden.

Nun waren wir also in Auckland, und es war einen ganzen Tag später als in Bora Bora. Zum ersten Mal überhaupt hatten wir die Datumsgrenze überflogen. Es ist allerdings – wer hätte es gedacht – sehr unspektakulär, auch im Flugzeug selbst wird es nicht angekündigt.

Morgen geht es dann los, die Nordinsel Neuseelands erkunden; ein neuer Abschnitt unserer Reise, auf den wir uns sehr freuten, mit dem eigenen Auto mehrere Stopps erkunden!

zum nächsten Tag

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