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Zu Gast an der längsten Theke der Welt – Ein Stadtrundgang durch Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens ist bekannt durch ihren Spitznamen als längste Theke der Welt. In der Tat ist die Dichte der Brauereien und Kneipen in der Altstadt sehr hoch. Doch Düsseldorf ist auch bekannt für seine Nobel-Einkaufsmeile – die Königsallee – und für seine herausragenden Restaurants. Wir nehmen euch heute mit auf einen Stadtrundgang durch Düsseldorf. Schnürt eure Schuhe, lasst das Auto heute stehen und kommt mit!

Düsseldorf

Burgplatz mit Schlossturm und St. Lambertus Kirche

Wir starten unsere Tour am Schlossturm auf dem Burgplatz, einem belebten Platz mitten in der Altstadt von Düsseldorf, mit Blick auf den Rhein. Der Schlossturm ist heutzutage ein Museum über die Schifffahrt auf dem Rhein. Von einem Schloss ist hier bereits seit über hundert Jahren nichts mehr zu sehen. Wir gehen ein paar Schritte Richtung Rhein und können den Blick auf die Schiffe von den Treppen aus genießen. Wir biegen nach rechts ab und folgen dem Rhein ein paar Schritte und gelangen zur St. Lambertus Kirche, wenn wir wieder rechts abbiegen. Durch einen Brand wurde das Dach vor 200 Jahren zerstört. Bei der Erneuerung wurde vermutlich zu feuchtes Holz eingesetzt, weswegen das Kirchturmdach heute in sich verdreht ist. Der Legende nach zieht sich das Dach von selbst wieder gerade, sobald eine Jungfrau in dieser Kirche heiratet – ihr seht die Ironie 😉

Wir folgen der Straße, die zur Ratinger Str. wird. Die Ratinger Str. ist die Ausgehmeile für Düsseldorfer. Hier finden sich viele alteingesessene Altbierbrauereien, allen voran die Füchschen- und die Schlösser-Brauerei. Hier können wir uns bei einem Altbier erfrischen. Aber Vorsicht: Bei einem leeren Glas wird automatisch ein neues gebracht, nur ein Bierdeckel auf dem Glas signalisiert, dass man kein neues möchte. Sehr empfehlenswert ist hier auch eine geführte Altstadt-Tour mit Verkostung der lokalen Altbiere.

A propos Ausgehmeile: Es gibt in der Altstadt auch die Ausgehmeile für Feierwütige: Die Bolkerstraße. Kuhstall, Oberbayern etc., es ist alles da. Für viele Auswärtige ist es schlicht nicht zu begreifen, wie viele Feierlustige sich hier an einem Samstagabend tummeln. Die Düsseldorfer meiden jedoch inzwischen diese Straße, da sie fast nur noch auf Touristen ausgelegt ist.

Düsseldorf

In der Mitte der Kö erstreckt sich der Kö Graben, eine grüne Oase genau in der Mitte der größten Einkaufsstraße

Frisch mit einem Altbier gestärkt geht es nun geradeaus in den Hofgarten, einem grünen Park mit Ausläufern der Düssel, die der Stadt ihren Namen gab. Vom Hofgarten aus orientieren wir uns nun nach rechts in Richtung Königsallee, oder kurz „Kö“, der Flaniermeile schlechthin in Düsseldorf, vielleicht sogar von ganz Deutschland. Sehen und gesehen werden ist hier das Motto, teure Autos suchen einen prominenten Parkplatz am Straßenrand, die Geschäfte reichen von sehr teuer bis schweineteuer. Wir können nun die Kö einmal auf und ab laufen.

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Wegen der Nähe zu den Niederlanden gibt es auf dem Carlsplatz auch viele Blumenstände

Wer schon früher genug hat, der biegt an der Steinstraße rechts ab in Richtung Carlsplatz. Der Carlsplatz ist ein großer Marktplatz, auf dem von Gemüse über Brot bis Fisch und Fleisch alles angeboten wird. Der Markt ist permanent und für viele ein beliebter Halt für eine Mittagspause, da auch viele Marktstände ganze Essensgerichte anbieten.

Quer über den Carlsplatz geht es nun, um alle Farben und Gerüche mitzubekommen. Auf der anderen Seite des Marktes beginnt die Berger Str., die Restaurantmeile schlechthin in Düsseldorf. Libanon, Spanien, Griechenland, Korea oder die USA: Kulinarisch sind sie alle Nachbarn auf der Berger Str. Wer auf dem Carlsplatz nichts gefunden hat, wird hier fündig; vorausgesetzt man findet einen Tisch, was gerade an Frühlings- und Sommerwochenenden schwierig werden kann.

Wer jetzt noch Hunger hat, ist selbst schuld. Wir laufen weiter bis zum Ende der Berger Str., die dann in die Marktstraße übergeht. Genau an dieser Kreuzung finden wir auf beiden Seiten der Straße zwei Düsseldorfer Institutionen. Auf der rechten Seite gibt es das „Killepitsch“ eine Destillerie, die Kräuterlikör herstellt. Vielleicht ein guter Absacker nach dem Essen auf der Berger Str.? Traditionell kann man den Schnaps hier auch im Fensterrahmen bestellen. Wer sich eine Souvenirflasche mitnehmen möchte, wird im Laden selbst fündig.

Direkt auf der anderen Straßenseite ist die Uerige Brauerei zu Hause. Als letzter Stopp vor dem Rhein ist dies die vielleicht bekannteste Altbierbrauerei Düsseldorfs. Über den Geschmack des Bieres scheiden sich die Geister. Nichtsdestotrotz ist die Straße vor dem Uerigen zu jeder Tageszeit voll mit Gästen, die sich auf ein Bier treffen (oder vielleicht auch zwei!?). Unser Stadtrundgang endet, sobald wir die Treppen hinunter zum Rheinufer gegangen sind. Hier am Rheinufer finden wir die Kasematten. Fast jede Altbierbrauerei hat hier einen Ableger, bei dem man mit Blick auf den Rhein sehr schön Essen und Trinken kann. Auch hier gilt: An einem schönen Tag am Wochenende ist hier an einen freien Tisch fast nicht zu denken.

Düsseldorf

Blick auf die Skyline vom Medienhafen

Wer noch Kraft hat, kann den Rhein hinauf laufen in Richtung Medienhafen. Auf eurem Weg kommt ihr am Landtag Nordrhein-Westfalens vorbei. Eine spezielle „Uhr“ am Landtag zeigt den aktuellen Energie- und Wasser-Verbrauch der Stadt an. Weiter am Rhein entlang entdecken wir die Gehry-Bauten im neuen Zollhof; inzwischen ein Wahrzeichen der Stadt. Schließlich gelangen wir zum Medienhafen, der sich in den letzten Jahren gemausert hat von einem verlassenen Hafenbecken zum neuen „In“-Viertel der Stadt. Wie der Name bereits sagt, haben sich hier viele Verlage, aber auch Modehersteller niedergelassen. Um den kreativen Köpfen gerecht zu werden siedelten sich hier auch viele junge Bars und Restaurants an. Gerade abends ist der Medienhafen inzwischen ein beliebtes Ausgehviertel.

Anreise

Der Düsseldorfer Flughafen bietet auch viele Verbindungen innerhalb Deutschlands an, zum Beispiel von Dresden oder Hamburg. Auch viele Fernzüge halten oder starten sogar in Düsseldorf. Eine U-Bahn bringt euch vom Hauptbahnhof in die Innenstadt.

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Unterkunft

Kurze Wege in die Altstadt, moderne Zimmer und das alles zum günstigen Preis (frühe Buchung vorausgesetzt). Kann das überhaupt sein in Düsseldorf? Tatsächlich ist das Meliá Hotel ein absoluter Tipp!

Reisezeit

Düsseldorf eignet sich perfekt als Wochenend-Ausflug zu jeder Jahreszeit. Die Weihnachtsmärkte sind sehr beliebt und in jeder Ecke der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit zu finden. Manche Weihnachtsmärkte haben auch nach Weihnachten noch geöffnet. Immer wieder gibt es Veranstaltungen in der Stadt, die viele Besucher anlocken. Highlights des Jahres sind die Jahrmärkte (Kirmes) am Rheinufer und der Japantag (Düsseldorf ist die drittgößte japanische Gemeinde Europas) mit atemberaubendem Feuerwerk.

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machmaleineauszeit

Wow was für ein schöner toller Bericht. Wir werden euch weiterhin verfolgen und freuen uns auf viele neue Berichte von euch. Liebe Grüße von Lisa von https://www.machmaleineauszeit.de https://www.instagram.com/lisa_visit_the_world/