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Reiseführer – ein ständiger Begleiter für unterwegs

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

In Vorbereitung auf eine Reise steht oft auch die Frage an, ob ein Reiseführer notwendig wäre und wenn ja, welcher der geeignetste ist. In diesem Artikel möchten wir euch einen Überblick darüber geben, welches Guidebook für euch am besten ist auf eurer Reise. 

Die Frage, ob man einen Reiseführer benötigt, ist vergleichsweise einfach beantwortet. Für einen Strandurlaub benötigt man wahrscheinlich keinen Reiseführer, da wir hier nicht viel vom Land entdecken werden. Informationen zu möglichen Ausflügen sind hier auch im Hotel zu finden und werden oft auch von diesen organisiert.  

Anders sieht es da schon bei Städtereisen aus. Und hier scheiden sich auch schon die Geister. Für uns sind Reiseführer für einen Wochenendtrip oder Kurztrip in eine Stadt nicht unbedingt notwendig. Ein Städtetrip benötigt normalerweise einige Vorbereitung von zu Hause, und mit dieser Vorbereitung lernen wir bereits viel über die Stadt, zu, Beispiel wo es Sehenswürdigkeiten gibt, wie das Nahverkehrsnetz funktioniert etc. Erst bei großen Städten, in denen man auch gerne mehr als vier Tage verbringen kann (wie z.B. New York oder Tokio), werden Reiseführer interessant. 

Wir kennen jedoch auch viele, die auch bei Städtetrips auf Reiseführer schwören. Reiseführer für Städte beinhalten normalerweise alles Wissenswerte wie Nahverkehrsnetze und vor allem auch bereits vorgefertigte Rundgänge durch die Stadt. Wir persönlich planen diese Rundgänge lieber selbst, da wir uns damit mehr mit der Stadt selbst auseinandersetzen, ist man der Sprache aber nicht mächtig sind diese Rundgänge ein idealer Begleiter. Was für solche Trips allerdings nicht notwendig wäre, ist ein dicker Schmöker mit mehreren hundert Seiten. Die Gefahr liegt hier, dass hier viel mehr Ziele beschrieben sind, als wir eigentlich ansehen werden. Unser favorisierte Reiseführer für Städtetrips und kurze Reisen ist der von Marco Polo. Der Reiseführer ist gut strukturiert und beinhaltet alles Notwendige über eine Stadt. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Struktur des Guidebooks immer die gleiche ist, d.h. hat man einmal einen Marco Polo Reiseführer genutzt, dann findet man sich auch schnell im nächsten zurecht. 


Sobald wir aber mehrere Wochen unterwegs sind wächst auch die Größe und Notwendigkeit des Reiseführers. Auf unseren Touren durch Hawaii, Kanada oder Australien war ein Reiseführer ständiger Begleiter. Denn hier wollen wir bewusst auch spontane Entscheidungen treffen, ob man eine Tour bucht oder wo man abends essen gehen möchte. Der Reiseführer dient hier also nicht unbedingt als Lektüre vor der Reise als eher als Nachschlagewerk während der Reise. Unser absoluter Favorit für umfangreiche Informationen ist hier der Lonely Planet. Der ursprünglich australische Verlag hat auch deutschsprachige Guidebooks im Sortiment. Wir bevorzugen allerdings die Original-Versionen in Englisch aus zwei Gründen: sie sind meist etwas aktueller und mit mehr Witz und Finesse geschrieben, und andererseits gibt es viel spezifischere Reiseführer. Für Neuseeland gibt es beispielsweise einen deutschen Lonely Planet für das gesamte Land, auf Englisch können wir jedoch auch einen nur für die Nord- oder Südinsel finden. Wer Reiseführer wegen der vielen bunten Bilder liest, ist bei Lonely Planet definitiv fehl am Platz, als Nachschlagewerk während der Reise ist er aber nicht wegzudenken. So kennt er auch im kleinsten Dorf Hawaiis die Öffnungszeiten der Touristeninformation oder schlägt Restaurant mit einheimischer Küche vor, die bis zu 50km außerhalb der nächsten erwähnenswerten Ortschaft liegt. Man merkt einfach, dass die Autoren dieser Guides die Tour selbst bereits bestritten haben. 


Ein kleiner Tipp noch für diejenigen, denen ein gedrucktes Buch zu schwer ist: Fast alle Reiseführer gibt es inzwischen auch als Ebook für Kindle, Smartphone oder Tablet. Lonely Planet bietet in seinem englischsprachigen Shop inzwischen sogar an, Reiseführer kapitelweise zu kaufen. Dies kann enorm hilfreich sein, wenn wir gar nicht alle im Buch beschriebenen Ziele besuchen.  

Unser Fazit daher: je länger die Reise, desto größer das benötigte Guidebook. Was am Anfang sehr logisch klingt, hat aber noch mehr Implikationen. So ist es bei einer Städtereise wichtiger, dass ein Reiseführer gut strukturiert ist und man die Informationen leicht finden kann. Auch möchte man bereits im Vorfeld der Reise viele Informationen erhalten. Für eine Städtereise lassen sich daher ein Reiseführer und eine App für die Navigation in der Stadt, wie zum Beispiel Citymapper, gut kombinieren.
Bei einer längeren Reise schwingt das Pendel eher in die Richtung, dass man viele Informationen auch erst während der Reise nachschlagen möchte. Daher ist es hier wichtig, dass möglichst viele Ziele im Reiseführer abgedeckt sind und Tipps zu Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants etc. ausreichend vorhanden sind. 

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