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Der erste Tag in Paris – ein Stadtrundgang

Paris Arc de Triomphe

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Paris ist bereits seit Jahren die Stadt mit den meisten Besuchern pro Jahr. Noch vor Metropolen wie New York oder San Francisco. Und in der Tat gibt es hier so viel zu sehen, dass man mehrere Tage benötigt, um alle Highlights gesehen zu haben. Und bei so vielen Attraktionen fällt es auch schwer zu entscheiden, wo man anfangen soll.

Wenn wir Paris jemandem zeigen, der zum ersten Mal in der Stadt ist, dann schlagen wir einen Stadtrundgang vor, der bereits viele bekannte und unbekanntere Attraktionen beinhaltet. Und auf diesen Stadrundgang nehmen wir euch heute mit.

Eiffelturm

Paris Eiffelturm

Der Eiffelturm vom Palais de Chaillot aus gesehen

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist natürlich der Eiffelturm. Und genau hier beginnt unser Stadtrundgang. Wir fahren mit der Metro zur Station Trocadéro, am nördlichen Ufer der Seine. Vor uns liegt der Palais de Chaillot, welcher bereits einige wichtige Weltausstellungen und politische Versammlungen beherbergt hat. Von den Terrassen des Palais hat man einen tollen Ausblick auf den Eiffelturm auf der anderen Seite der Seine und auf das Marsfeld hinter dem Eiffelturm. Durch die Jardins de Trocadéro gehen wir zu der Fußgängerbrücke, die uns direkt zum Eiffelturm führt.

Der Eiffelturm, benannt nach seinem Architekten und gebaut für die Weltausstellung 1889, war zu seiner Errichtung das höchste Bauwerk der Welt und wurde erst 1930 durch das Chrysler Building in New York übertroffen. Egal an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit ihr ankommt, am Fuße des Eiffelturms werden immer sehr viele Menschen sein. Viele wollen per Treppe oder Aufzug hinauf, um einen tollen Blick auf die Stadt zu haben. Hier ist aber eine Vorreservierung Pflicht, wenn ihr nicht den Rest des Tages in einer Warteschlange verbringen wollt.

Paris Marsfeld

Auf dem Marsfeld kann man mit Blick auf den Eiffelturm eine Pause einlegen

Wer noch ein Kuriosum entdecken möchte, der geht nach Überquerung der Seine nach rechts und folgt dem Ufer ein paar hundert Meter. In der Mitte des Flusses beginnt die Île aux Cygnes, an deren Ende ihr – die Freiheitsstatue findet. Diese Freiheitsstatue war tatsächlich ein Geschenk der USA an Frankreich als Gratulation für die Französische Revolution. Heute ist sie die vielleicht bekannteste Kopie der Freiheitsstatue – außerhalb von Freizeitparks.

Das Marsfeld hinter der Eiffelturm ist ein beliebter Treffpunkt und Picknickplatz für Touristen und Einwohner gleichermaßen. Wir gehen das Marsfeld hinunter bis zur École Militaire, eine Militärschule, die bereits im 18. Jahrhundert gegründet wurde und immer noch als solche genutzt wird.

Invalidendom

Paris Invalidendom

Im Innenhof des Militärmuseums am Invalidendom

Vor der École Militaire angekommen biegen wir links ab und folgen der Straße bis zur nächsten Kreuzung, wo wir halbrechts in die Avenue de Tourville abbiegen. Unser nächstes Ziel ist ein weiteres Ziel mit militärischer Geschichte, der Invalidendom. Bereits im 17. Jahrhundert begonnen steht er in seiner heutigen Form seit Beginn des 18. Jahrhunderts. Bekannt ist der Invalidendom durch das Grab von Napoleon Bonaparte, das sich in der Mitte des Doms befindet.

An den Dom angeschlossen ist das französische Militärmuseum, welches auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Wer sich für die Zeit Napoleons interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten.

Champs-Élysées, Grand Palais & Arc de Triomphe

Unser Weg führt auf die andere Seite des Invalidendom-Komplexes, wo wir der Avenue du Maréchal Gallieni folgen und wieder die Seine überqueren. Die Pont Alexandre III ist eine der bekanntesten Brücken von Paris. Direkt hinter der Brücke liegt der Grand Palais, eine große Konstruktion, die ursprünglich für eine Weltausstellung gebaut wurde und seither als Museum genutzt wird. Viele besuchen die Ausstellungen jedoch eher wegen des Gebäudes, welches mit seinen hohen Decken beeindruckt. Auch der Petit Palais auf der anderen Straßenseite wird als Museum genutzt.

Paris Champs Elysees

Die Champs Élysées vom Arc de Triomphe aus

Unser Weg führt uns weiter, geradewegs auf die Champs-Élysées. Die berühmteste Allee Frankreichs ist immer belebt. Viele Luxus-Geschäfte finden sich auf beiden Seiten der Allee. Aber auch touristischere Geschäfte wie ein riesiger Disney-Store oder ein Fanshop von Paris St. Germain haben sich hier angesiedelt. Die hier angepflanzten Bäume kommen übrigens vom Niederrhein!

Wir können einmal bis zum Arc de Triomphe hinauf laufen und auf der anderen Seite zurück. Der Arc de Triompe wurde – wie der Name schon sagt – als Triumpbogen für die Siege Napoleons gebaut.

Paris Arc de Triomphe

Der Arc de Triomphe ist abends beleuchtet

Heute erinnert das Grab des unbekannten Soldaten jedoch auch an den ersten Weltkrieg und die vielen nicht identifizierten gefallenen Soldaten. Der Arc de Triomphe selbst ist nur durch eine Unterführung zu erreichen, den verrückten Kreisverkehr möchte man sowieso nicht überqueren. Der Zugang selbst kostet bereits Eintritt, aber auch die Infotafeln in der Unterführung sind sehr interessant.

Wir laufen nun die Champs Élysées hinab in Richtung Obelisk, der schon von weitem zu sehen ist. Er steht auf dem Place de la Concorde und ist ein Geschenk des ägyptischen Gouverneurs. Er stammt ursprünglich aus Luxor.

Place de la Concorde & Louvre

Paris Place de la Concorde

Brunnen und Obelisk sind die Wahrzeichen des Place de la Concorde

Der Place de la Concorde ist der vielleicht wichtigste Platz in der französischen Geschichte. Heutzutage finden hier die wichtigsten Feierlichkeiten statt. Während der französischen Revolution wurden hier hochrangige Vertreter des Adels und der Monarchie hingerichtet. Der Zauber dieses Platzes verblasst heutzutage jedoch in der Menschenmasse, die sich täglich über diesen Platz drängt. Wir versuchen hier meist nur schnell die Straßen zu überqueren und retten uns in den Jardin des Tuileries. Der Garten ist quasi der Vorgarten des Louvre, beherbergt aber auch selbst einige kleinere Museen. Hier ist ein guter Zeitpunkt, die Füße zu erholen und sich auf einer Bank eine Pause zu gönnen.

Paris Louvre

die berühmte Glaspyramide des Louvre. Im Hintergrund der Jardin des Tuileries

Am Ende des Jardin des Tuileries liegt der Louvre, das vielleicht bekannteste Museum der Welt. Für einen Besuch des Louvre sollte man einen halben Tag einplanen und möglichst früh da sein. In unseren Stadtrundgang passt ein Besuch zeitlich heute nicht. Wir haben Tickets für den Louvre vorgebucht und konnten so die Schlangen an den Kassen umgehen. Außerdem solltet ihr planen, direkt bei Öffnung des Museums dort zu sein und dann sofort zum berühmtesten Ausstellungsstück, der Mona Lisa, zu gehen. Zwei Stunden nach Öffnung werdet ihr hier vor lauter Menschen leider nicht mehr so viel sehen.

Unter der berühmten Glaspyramide befindet sich ein großes unterirdisches Einkaufszentrum, in dem auch der Eingang zum Louvre liegt. Im Food Court des Einkaufszentrums könnt ihr euch stärken. Gerade an heißen Tagen sind die Temperaturen hier unten auch angenehm kühl.

Quartier Latin

Paris Quartier Latin

in den Gassen hinter den großen Restaurants gibt es noch viel mehr zu entdecken

Wir verlassen den Hof des Louvre in Richtung Seine und überqueren den Fluss über die Pont des Artes, eine der am meisten fotografierten Brücken der Stadt. Unser Ziel ist ein Studentenviertel mit vielen Einkehrmöglichkeiten, das Quartier Latin. Wir folgen der Seine bis zum Place Saint-Michel, wo das Quartier Latin beginnt. Viele enge Gassen gilt es hier zu entdecken. Natürlich gibt es hier inzwischen auch viele touristische Restaurants, doch ihr findet hier sicherlich etwas, was euch gefällt.

Île de la Cité & Notre Dame de Paris

Paris Notre Dame

Die Notre Dame de Paris ist von außen weiterhin ein lohnenswerter Fotostop

Die bekannteste Kirche Frankreichs, wenn nicht sogar weltweit steht auf der Île de la Cité, direkt am Quartier Latin. Leider wurden große Teile der Notre Dame durch ein Feuer im Jahr 2019 zerstört. Dementsprechend kann man sie aktuell auch nur von außen besichtigen.

Doch die Île de la Cité hat noch mehr zu bieten als die Notre Dame. Der Justizpalast beispielsweise ist nicht nur Sitz des höchsten Gerichts Frankreichs, sondern auch ein besonders schönes Beispiel französischen Architektur des 18. Jahrhunderts.

Paris ist eine Stadt, die jeder einmal besucht haben sollte. Ob es eure Lieblingsstadt wird, wird sich zeigen. Wir bevorzugen auch andere Städte, wie zum Beispiel London, da der Verkehr in Paris viel an Atmosphäre kaputt macht. Dennoch muss man anerkennen, dass Paris so viele interessante Ecken zu bieten hat, die von der langen und vielfältigen Geschichte der Stadt und von ganz Frankreich zeigen. Und das muss man einfach gesehen haben!

Natürlich gibt es noch viele weitere Orte in Paris, die man besucht haben sollte. Diese stellen wir euch in anderen Artikeln noch ausführlich vor. Auf unserem heutigen Stadtrundgang haben wir schon viel gesehen und einen Eindruck von der Stadt bekommen. Jetzt heißt es erst einmal Füße ausruhen und sich auf die weiteren Tage in Frankreichs Hauptstadt freuen!

Anreise

Die Flughäfen von Paris sind recht außerhalb. Und gerade von Süddeutschland sind die Zugverbindungen weitaus schneller und man ist sofort in der Innenstadt. Ein absoluter Tipp von uns daher. Und auch für Zugfahrten nach Paris gibt es Sparpreise bei der Bahn.

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Unterkunft

Eine Unterkunft in Paris ist teuer - und sehr klein. Egal zu welchem Preis ihr etwas bucht, ein großes Zimmer könnt ihr nicht erwarten.
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Reisezeit

Paris ist immer eine Reise wert. Nur im Sommer wäre uns die Stadt einfach zu voll. Aber habt ihr schonmal über einen Paris-Trip zur Vorweihnachtszeit nachgedacht!?

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