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Zu Fuß New York entdecken – Downtown und Brooklyn

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

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I want to be a part of it, New York, New York

Wer jetzt schon einen Ohrwurm hat, viel Spaß damit, gern geschehen 🙂

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New York gehört wahrscheinlich zu den Zielen, die man am häufigsten hört, wenn man fragt, wohin jemand unbedingt noch reisen möchte, wohin man unbedingt mal gereist sein sollte oder wo man gute Heiratsanträge machen kann (wir allein kennen vier Paare, die sich in New York verlobt haben). Wenn jemand jetzt aber zum ersten Mal nach New York möchte, den kann die Stadt schnell überfordern, so groß und geschäftig wie sie ist. Darum haben wir – ähnlich wie in unserem Artikel zu London – ein paar Tagesausflugs-Päckchen geschnürt, wie man ein verlängertes Wochenende in New York verbringen kann. Spoiler: stellt euch auf wunde Füße ein und packt als erstes eure bequemen Schuhe in den Koffer 🙂
Wir haben die Spaziergänge so geplant, dass man einen knappen Tag dafür braucht. So hat man Zeit auch mal länger irgendwo zu bleiben, kann aber auch nochmal kurz im Hotel die Füße hochlegen, bevor es dann mit dem Abendprogramm weitergeht.

Die Ankunftshalle auf Ellis Island

Unser erster Spaziergang führt durch die Südspitze Manhattans und streift durch Brooklyn. In Brooklyn kann man dann wunderbar den Tag ausklingen lassen.
Als wir letzten Herbst nach New York geflogen sind, war das für Stefan das erste Mal im Big Apple. Deswegen haben wir den ersten vollen Tag – wir waren am Abend vorher angekommen – gleich für eine Tour zu den ikonischsten Sehenswürdigkeiten genutzt, um es in den “ge-jetlag-ten“ Kopf zu bekommen, wo wir hier gerade sind.
Morgens sind wir gleich zur Freiheitsstatue (U-Bahn Station Bowling Green oder South Ferry Station). In der Früh sind die Fähren zu Liberty Island noch einigermaßen leer, gemessen am Touristenaufkommen am Rest des Tages. Trotz allem lohnt es sich, die Tickets im Voraus zu reservieren. Dann muss man nur an der Schlange zur Sicherheitskontrolle anstehen und nicht auch noch am Ticketschalter. Denn genau, es gibt hier ähnlich wie am Flughafen eine Sicherheitskontrolle an der man selbst und seine Sachen durchleuchtet werden. Dann geht es auf die Fähre und man ist in etwa 15 Minuten auf Liberty Island.
Auf Liberty Island habe wir relativ wenig Zeit verbracht. Es gibt im Park um die Freiheitsstatue herum einige interessante Tafeln mit der Geschichte der Statue und ihres Architekten. Der eigentlich interessante Teil dieses Ausflugs war jedoch für uns Ellis Island, der nächste Halt der Fähre. Man kommt mit ein und demselben Ticket auf beide Inseln. Die Fähre fährt von NYC oder von New Jersey aus zuerst zu Liberty Island, dann nach Ellis Island und dann zurück an den Ursprungshafen.

Devisen aus meiner Heimatstadt Mönchengladbach 🙂

Obwohl die Freiheitsstatue das erste war, was die Einwanderer früher von Amerika gesehen haben, als sie mit dem Dampfer von Europa kamen, war Ellis Island die erste Gelegenheit wieder Fuß auf trockenen Boden zu setzen. Hier wurde geprüft, ob jemand in die USA einwandern durfte oder nicht. Heute ist die Anlage ein Museum mit vielen interessanten Erinnerungsstücken aus den letzten Jahrhunderten. Man kann beim Rundgang nachvollziehen, welche Stationen potentielle neue Amerikaner durchlaufen mussten und was sie aus ihren Heimatländern mitgebracht haben. Hier kann man gut und gerne den Rest des Vormittags verbringen.

Das „Fearless Girl“ gegenüber des „Charging Bulls“

Wieder zurück in Manhattan geht es auf den Broadway zu den Statuen Charging Bull und Fearless Girl. Der bekanntere von beiden dürfte der Charging Bull sein, eine überlebensgroße Statue eines Bullen, den die Aktienhändler an der Wallstreet ein bisschen wie ihren Talisman sehen. Im gegenüber steht seit März 2017 die kleinere Statue Fearless Girl, die auf den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen hinweisen soll.
Weiter geht es zur New York Stock Exchange – oder besser bekannt als Wall Street. Nur steht das Gebäude nicht in der Wallstreet, sondern in der Broadstreet. Wenn man sich vorher anmeldet, kann man einen Blick in die heiligen Hallen des Kapitalismus werfen und den Aktienhändlern bei der Arbeit zusehen.

New York Stock Exchange

Der nächste Stopp ist die Brooklyn Bridge. Schöner ist der Weg dorthin am East River entlang. Nur hat man dann das Problem, dass man wieder ziemlich viele Blocks ins “Landesinnere” zurücklaufen muss, um als Fußgänger auf die Brücke zu kommen. Den Weg kann man also je nach Geschmack einschlagen, ob eher praktisch oder eher pittoresk.
Bevor es zur Brücke ging, sind wir dem lauten Knurren unseres Magens gefolgt. Eigentlich gibt es die besten Pizzen in Greenwich Village, etwas weiter Uptown, aber die Pizzeria Keste hat in der Fulton Street einen kleinen Ableger. Hier nicht erschrecken lassen: eine gute Pizza kann in New York gefühlt ein Vermögen kosten. Dafür lohnen sich hier die Lunch Specials. Und dann ist der Brückenaufgang auch nur noch zwei Blocks entfernt.

Brooklyn Bridge

Frisch gestärkt geht es über die Brooklyn Bridge über den East River. Vom Boden aus und aus Filmen kommt einem die Brücke gar nicht so lang vor… Aber man wird mit tollen Aussichten auf Manhattan belohnt. Eines sollte beachtet werden: gebt Acht auf die Fahrradfahrer. Es gibt nicht wenige New Yorker, die mit dem Fahrrad über die Brücke zur Arbeit pendeln und die (verständlicherweise) sehr genervt reagieren können, wenn ihnen schon wieder ein Tourist vors Rad rennt, weil er nur auf den Handybildschirm guckt.

Blick auf Manhattan vom Brooklyn Bridge Park

Von der Brücke aus wirkt der nächste Stopp schon sehr einladend: der Brooklyn Bridge Park. Ähnlich wie auf der anderen Seite in Manhattan, kommt man erst ein paar Blocks vom Flussufer weg von der Brücke runter und läuft dann zum Park zurück. Diesen kurzen Abstecher kann man aber schonmal nutzen, um einen ersten Eindruck dieses Viertels zu gewinnen oder sich mit Snacks aus einem der hippen Cafes zu versorgen. Im Park lässt es sich dann wunderbar auf grünen Wiesen mit Blick auf Manhattan entspannen.
Brooklyn hat sich in den letzten Jahren stark verändert und ist bei weitem nicht mehr die No-Go Area von einst, sondern ein absolutes Hippster Mekka. Weil hier immer noch alles stark im Umbruch ist und praktisch wöchentlich neue Cafes und Läden aus dem Boden ploppen, raten wir euch hier, euch einfach mal ohne großen Plan treiben und alles einfach mal wirken zu lassen. Ein großes Kontrastprogramm zu Manhattan. Man hat hier genügend Alternativen, um den Abend ausklingen zu lassen.
In weiteren Spaziergängen gehen wir zu den bedeutenden Gebäuden in Midtown und dem Central Park und für die wirklich schmerzfreien Läufer gibt es dann noch eine kleine Wanderung durch China Town und Little Italy nach Chelsea. Hierzu später mehr in weiteren Beiträgen.

Anreise

New York hat mehrere Flughäfen, die von Deutschland aus angeflogen werden. Am bekanntesten ist der größte Flughafen John F. Kennedy, aber auch Newark eignet sich sehr gut. Meist sind Flüge nach Newark sogar preiswerter und der Weg nach Manhattan mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ähnlich weit wie von JFK.

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Unterkunft

In Manhattan gibt es viele Stadtviertel. Aus unserer Sicht eignet sich Midtown am besten als Ausgangspunkt, da in Downtown gerade am Wochenende viele Diners geschlossen haben können. Unsere Empfehlung als idealer Ausgangspunkt ist das Hotel Stanford NYC in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten U-Bahn-Stationen und zum Broadway und Times Square.

Reisezeit

Generell sind die Jahreszeiten in New York etwas stärker ausgeprägt als in Deutschland. Das bedeutet wärmere Sommer und vor allem kältere Winter. In der Stadt sollte dies euch jedoch nicht besonders beeinflussen. Gerade die Vorweihnachtszeit und der Shoppingtag Black Friday im November sind beliebte Reisezeiten.

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