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Kauai – Hawaiis schönste Insel?

Wir haben bereits viel über Hawaii und seine größte Insel, Big Island, berichtet. Heute widmen wir uns einer anderen Insel Hawaiis. Vor unserer Abreise war Kauai die für uns unbekannteste Insel. Man kennt eher Oahu mit der Hauptstadt Honolulu, Big Island oder Maui. Doch Kauai hört man nicht so oft. Und dennoch war es für uns die landschaftlich schönste Insel unserer Reise.

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Kauai kann man als die grüne Insel Hawaiis bezeichnen. Viel Regenwald und riesige Wiesenflächen findet man hier. Bekannt ist Kauais Landschaft auch aus den Jurassic Park Filmen, die hier gedreht wurden. Während man an der Küste sowohl wunderschöne Strände als auch beeindruckende Felsküsten finden kann, sind es im Inselinneren eher die Canyons, die man erkunden kann. Kommt nun also mit zu den schönsten Ecken Kauais!

Na Pali Coast

Ohne Zweifel am bekanntesten ist die Na Pali Coast. Die Westküste der Insel ist ein schroffes Gelände; die vom Regenwald dicht bewachsenen, tiefgrünen Berge fallen steil in das Meer ab. Die Küste ist nur vom Boot aus erreichbar, die meisten Küstenabschnitte sind gar nicht oder nur zu Fuß erreichbar. Der Kalalau Trail ist ein mehrtägiger Wanderweg, der von Norden her die Na Pali Coast entlang führt. Er ist die einzige Möglichkeit, die Küste per Land zu erreichen. Wir werden später nochmal auf diesen Wanderweg zu sprechen kommen, wenn wir uns die Nordküste anschauen.

Die beste und beeindruckendste Art, die Na Pali Coast zu entdecken, ist eine Bootstour, bei der man nicht nur die Küste entlang fährt, sondern auch die Möglichkeit bekommt, sich im Pazifik abzukühlen. Auch die unbewohnte Insel Niihau mit seinen tollen Schnorchelgebieten ist einen Besuch wert. Für Menschen, die schnell seekrank werden, ist die Tour jedoch eine Herausforderung. Das Wasser vor Kauai ist oft sehr unruhig, das Boot hüpft sehr häufig durch die Wellen.

Waimea Canyon

Im Hinterland der Na Pali Coast befindet sich der Waimea Canyon State Park. Im Prinzip findet ihr hier eine ähnliche Landschaft wie an der Na Pali Coast, allerdings ist der State Park mit dem Auto erreichbar. Die Straße führt von der Küste im Süden immer weiter bergauf zum Eingang des Parks. Die Fahrt geht durch dichten Regenwald. Man meint fast, es könnte jederzeit ein Dinosaurier auf die Straße springen (wenn man zu viel Jurassic Park geschaut hat 😉 ). Der Iliau Nature Loop und der Kukui Trail sind kleine Wanderungen, die euch noch dichter in den Regenwald hinein führen.

Am Waimea Canyon Lookout blickt man in die riesige Schlucht, die der Waimea River über Millionen von Jahren in die Berglandschaft gefressen hat. Der Fluss ist vom Lookout kaum noch zu erkennen. Am Ende der Straße in den State Park findet ihr den Kalalau Lookout und den Pu’u O Kila Lookout. Hier kann man theoretisch vom Berg aus eine Schlucht bis zum Meer verfolgen. Doch das typische hawaiianische Klima macht euren Plänen hier häufig einen Strich durch die Rechnung. Durch das feuchte Klima bilden sich hier in den höhren Lagen im Inneren der Inseln oft Wolken. Als wir hier hinkamen, waren wir in dichtem Nebel. Von „Lookout“ daher keine Rede. Vielleicht habt ihr jedoch mehr Glück!

Poipu Beach & Makauwahi Cave

Wir sind immer noch im Süden der Insel. Sowohl die Bootsfahrten zur Na Pali Coast als auch die Zufahrt zum Waimea Canyon sind von Süden aus zu erreichen. Nach den aufregenden Aktivitäten in der Bergwelt Kauais haben wir uns ein wenig Erholung verdient. Der schönste Strand der Südküste liegt im Ort Poipu. Poipu Beach ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Ein Geheimtipp ist der Strand wahrlich nicht, hier ist immer viel los.

Was man auf Hawaii am Strand auf keinen Fall vergessen darf, ist ein Schnorchel und die Taucherbrille. Denn auch am belebten Poipu Beach könnt ihr kleine Riffe mit bunten Fischen und – mit ganz viel Glück – auch Schildkröten entdecken. Was hier auch nicht fehlen darf, sind die vielen Hühner. Hühner sind vielleicht das letzte, was man auf einer Insel mitten im Pazifik erwarten würde, doch sie laufen hier überall herum. Daher dürft ihr euch auch nicht wundern, wenn eine Hühnerfamilie an euch vorbeiläuft, wenn ihr euch gerade sonnt.

Ein paar Kilometer weiter östlich vom Poipu Beach liegt so etwas wie ein Geheimtipp von Kauai. Der Makauwahi Cave ist keine Höhle im klassischen Sinne. Es ist ein rundes Areal, das durch Kalksteinwände abgetrennt liegt. Es wird euch wahrlich nicht leicht gemacht, zu diesem Gebiet zu kommen. Nachdem ihr schon einige Kilometer über holprige, unbefestigte Straßen fahren musstet, ist der Zugang zu diesem Gebiet nur auf allen Vieren möglich. Die Höhle selbst scheint fast wie eine kleine Oase. Eine einsame Palme wächst in die Höhe und es ist fast vollkommen still. An die Bäume lehnen ist hier übrigens keine gute Idee, es leben recht viele Bienenvölker in den Rinden.

Die Höhle ist einer der archäologisch wichtigsten der gesamten Vereinigten Staaten. Viele Fossilien wurden hier entdeckt. Die Höhle am Ende des Areals war auch ein wichtiger kultureller Treffpunkt für die Ureinwohner der Insel. Der archäologische Wert dieser Höhle wurde tatsächlich erst in den 1990er und 2000er Jahren entdeckt. Wenn ihr es in die Höhle geschafft habt, kann es gut sein, dass ihr von einem sehr motivierten Archäologen angesprochen werdet, der euch mehr zu dieser Höhle erzählen wird.

Im Norden der Insel

Einen Tag solltet ihr euch auf jeden Fall auch für den Norden der Insel reservieren. So früh wie möglich sollte man am Beginn des Kalalau Trails sein. Der Wanderweg, der wie oben erwähnt eigentlich eine mehrtägige Wanderung ist, kann auch für einen Halbtagesausflug genutzt werden. Der Weg startet am Ke’e Beach. Parkplätze sind hier mehr als rar, deshalb heißt es früh da sein, ansonsten muss man noch mehrere Kilometer vom Ke’e Beach entfernt parken.

Wir folgen dem Wanderweg den Berg hinauf. Eine tolle Aussicht hat man bereits nach ein paar Minuten auf den Ke’e Beach und die Nordküste. Wenn man den Aufstieg gemeistert hat, wird man mit tollen Aussichten auf die Na Pali Coast belohnt. Unser Ziel ist wieder unten an der Küste. Der Hanakapi’ai Beach ist einer der schönsten Strände, die wir je gesehen haben. Er ist nur per Boot oder über den Kalalau Trail zu Fuß erreichbar. Auf Grund der starken Strömungen ist das Schwimmen hier alles andere als empfohlen. Doch die vielen Palmen am Strand sind ein toller Platz für eine Stärkung mit Blick auf das Meer und die Felsküste.

Allzu lange sollte man mit dem Rückweg allerdings nicht warten. Der erste Teil des Rückwegs ist sehr anstrengend, da er stetig bergauf in der prallen Mittagssonne geht. Stellt daher sicher, dass ihr noch genügend Wasser für den Rückweg übrig habt.

Wir haben auch einen Gastbeitrag auf traumhawaii.de über Kauai’s Norden geschrieben!

Nach der tollen, aber anstrengenden Wanderung haben wir uns jetzt eine Abkühlung verdient. Natürlich ist der Ke’e Beach sehr verlockend, weil er direkt am Ende des Wanderwegs liegt, doch wir haben hier einen anderen Tipp für euch: den Tunnels Beach. Fahrt ein paar Kilometer zurück Richtung Osten und parkt am Overflow Parkplatz des Haena State Parks. Die letzten Meter zu unserem Ziel müssen wir zu Fuß gehen, da der Strand selbst kein Parkplatz hat. Der riesige Strand an der Maniniholo Bay wirkt gar einsam, da sich die Besucher sehr gut verteilen können. Hier findet ihr mit Sicherheit auch ein schattiges Plätzchen unter einer Palme. Auch hier heißt es, Schorchel nicht vergessen, denn in der Maniniholo Bay gibt es einige Riffe mit einer Vielzahl von bunten Fischen.

Kauais Osten

Die wahren Attraktionen der Insel liegen definitiv im Norden und Süden Kauais. Wir haben uns dennoch entschieden, unsere Unterkunft im Osten der Insel zu suchen. Denn von hier ist es sowohl in den Süden als auch in den Norden nicht allzu weit. Der Norden und Süden ist nur über die Küstenstraße im Osten verbunden, da die Na Pali Coast im Westen nicht mit dem Auto zu erreichen ist. Auch die größten Orte der Insel findet man im Osten. Für Selbstversorger gibt es hier daher auch die meisten Einkaufsmöglichkeiten. Haltet auch Ausschau nach den lokalen Farmers Markets, die es an verschiedenen Stellen gibt und euch einen guten Eindruck geben, was Hawaiianer neben den typischen amerikanischen Lebensmitteln noch essen und trinken.

Kauai hat uns extrem beeindruckt. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön, vielleicht die schönste unserer bisherigen Reisen. Und während viele Touristen sich auf Oahu, Big Island und Maui tummeln ist es hier vergleichsweise ruhig. Falls ihr vorhabt nach Hawaii zu reisen, können wir euch daher nur raten, mindestens drei Tage auf Kauai zu verbringen.

Anreise

Kauais Flughafen Lihue liegt im Osten der Insel und bietet neben ein paar Verbindungen aufs Festland hauptsächlich Verbindungen nach Honolulu oder auf andere hawaiianische Inseln.

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Unterkunft

Wir sind im Kauai Beach Resort untergekommen. Das Resort hat eine Pool Landschaft und Zugang zu einem Strand und liegt sehr praktisch auf halbem Weg zwischen Südküste und Nordküste. Es gibt viele weitere Unterkünfte in der Nähe von Lihue, sowie im aufregenden Süden der Insel.
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Reisezeit

Hawaii ist das ganze Jahr zu bereisen. Während der amerikanischen Ferienzeit kann es hier jedoch sehr voll werden.

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