OsteuropaStädtereise

Die Highlights von Kiew

Die Ukraine hat in den letzten Jahren leider keine positiven Nachrichten gemacht. Wir wollen heute eine Lanze für eine Stadt brechen, die es aus unserer Sicht verdient hätte, mehr Beachtung zu finden: Kiew. Die Hauptstadt der Ukraine hat in den letzten Jahren viele Dinge gesehen, ist aktuell aber wieder zu einer gewissen Ruhe zurückgekehrt.

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Seit der Fußball-Europameisterschaft 2012, deren Finale in Kiew stattfand, ist die Stadt auch viel einfacher zu bereisen. Alle Schilder in der Stadt sind nun nicht nur in kyrillischer Schrift, sondern auch in lateinischen Buchstaben beschriftet. Das hilft gerade bei der Orientierung. Auch mit Englisch kommt man überraschend gut zurecht. Wir wollen euch die Highlights dieser Stadt zeigen.

Das U-Bahn-Netz von Kiew ist inzwischen gut ausgebaut und nutzbar. Allerdings haben wir bei unserem Besuch außer unseren Füßen nichts benötigt. Die meisten interessanten Orte in der Innenstadt sind zu Fuß gut zu erreichen. Nur ein paar Attraktionen benötigen eine kurze Taxifahrt.

Majdan

Kiew MajdanDer zentrale Platz Kiews, auch Unabhängigkeitsplatz genannt, hat es gerade durch die politischen Unruhen der letzten Jahre in die Schlagzeilen geschafft. Nichts desto trotz ist er Dreh- und Angelpunkt des Verkehrs und Lebens der Stadt.

Rund um den Majdan zwängt sich der Verkehr, doch auf dem länglichen, weitläufigen Platz selbst kann man als Fußgänger verweilen. Einige Springbrunnen am linken und rechten Rand tragen dazu bei, dass man hier den dichten Verkehr vergessen kann.

Der Majdan wird durch eine Straße geteilt. Daher wird oft auch vom Nördlichen und Südlichen Majdan gesprochen. Ein unterirdisches Einkaufszentrum verbindet die beiden Plätze miteinander. Während der Nördliche Majdan wie bereits beschrieben viel Raum zum Verweilen bietet, liegt der eigentliche Fixpunkt auf dem Südlichen Majdan. Das 63 Meter hohe Unabhängigkeitsdenkmal erinnert ein wenig an die Siegessäule in Berlin.

Sophienkathedrale

Kiew SophienkathedraleFür viele ist die Sophienkathedrale die schönste Kirche der Ukraine. Ihr Stil ist inspiriert von der Hagia Sophia in Istanbul. Das Hauptgebäude der Kathedrale überrascht, da die Dächer nicht, wie in anderen orthodoxen Kathedralen (wie zum Beispiel in Riga) komplett in Gold gehalten wurden, sondern hier auch ein eher untypisches Grün zu finden ist.

Die Hauptattraktion der Sophienkathedrale heute ist der vierstöckige Glockenturm, der vor einem weitläufigem Platz steht. Der Glockenturm ist in typisch weißem Stil belassen und wird von einem großen goldenen Dach gekrönt. Von obersten Stock des Turms hat man eine tolle Aussicht auf das Zentrum Kiews.

St. Michaelskloster

Kiew St MichaelisklosterUm den Titel des schönsten Gotteshauses hat aber auch ein Nachbar der Sophienkathedrale ein Wörtchen mitzureden. Das St. Michaelskloster liegt tatsächlich nur wenige hundert Meter von der Sophienkathedrale entfernt. Obwohl die Geschichte des Klosters bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, ist das aktuelle Gebäude ein relativ neuer Nachbar. Das ursprüngliche Kloster wurde in den 1930er Jahren abgerissen, das aktuelle Gebäude wurde erst 1999 eröffnet.

Für uns ist die Klosterkirche eines der schönsten Gotteshäuser, die wir gesehen haben. Neben dem obligatorischen Gold auf den Dächern sind es vor allem das frische Blau und Weiß an den Außenwänden, das das Gebäude regelrecht strahlen lässt.

Ein Nachbar des St. Michaelsklosters ist das Gebäude des ukrainischen Außenministeriums. Nun sind Regierungsgebäude meist keine besondere Erwähnung wert, doch dieses Gebäude imponiert durch seine massive Bauweise, die im römischen Stil verziert wurde.

Kiew-Passage

Kiew PassageWer nach einem schönen Ort zum Pausieren sucht, wird mit Sicherheit in der Kiew-Passage fündig. In unmittelbarer Nähe zum Majdan gelegen erinnert die „Passage“ ein wenig an die Mailänder Galleria Vittorio Emanuele II. Eine enge Straße, gesäumt mit unzähligen Cafés, Restaurants und Shops, die meisten hiervon allerdings eher im Luxussegment.

Wie auf dem Bild zu sehen markieren zwei große Tore den Beginn und das Ende der Passage. Beide Tore sind im Stile mittelalterlicher Stadttore gehalten.

Mutter Heimat Statue

Kiew Mutter Heimat StatueSchon bei der Ankunft am Flughafen ist sie nicht zu übersehen. Die Mutter Heimat Statue ragt auf einer Anhöhe am Ufer des Dnepr über der Stadt. Mit über 100 Metern Gesamthöhe ist diese Statue die mit Abstand größte Statue Europas und die siebthöchste der Welt.

Interessanterweise hat sich das Zentrum Kiews vom Dnepr weg entwickelt. So ist der Ausflug zur Mutter Heimat Statue eine gute Gelegenheit, auch etwas von den Parks an beiden Ufern des Flusses mitzubekommen.

Kiew Essen DekorationKiew ist mit Sicherheit eine der unbekannteren Hauptstädte Europas. Zeugen der wechselhaften Geschichte des Landes findet man an vielen Ecken in der Stadt. Und auch in Restaurants könnt ihr auf die ein oder andere Überraschung stoßen, wie zum Beispiel eine Lenin-Verzierung eures Essens :-).

Anreise

Kiew wird inzwischen auch oft von Low Cost Airlines angeflogen.

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Unterkunft

Vielen Hotels merkt man eindeutig noch die sowjetische Vergangenheit an. Mehr und mehr versuchen sich aber auch, Boutique Hotels durchzusetzen.
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Reisezeit

Kiew erlebt zwei extreme Jahreszeiten. Kalten Wintern stehen sehr heiße Sommer gegenüber. Am besten eignet sich die Spätsommerzeit für einen Besuch.

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