NaturSüdliches Afrika

Chobe National Park – Garantiert unvergesslich!

Zugegeben, Botswana ist vielleicht nicht bei jedem auf der Liste der beliebten Reiseziele ganz oben, doch heute möchten wir das auch bei euch ändern. Botswana liegt im südlichen Afrika und grenzt sowohl an Namibia und Südafrika, als auch an Zambia und Zimbabwe. Das bedeutet, Botswana ist im Prinzip das Gateway zum tiefsten Afrika. Und eines der Highlights Botswanas liegt direkt an der Grenze zu seinen Nachbarstaaten: Der Chobe National Park.

Chobe National Park FlussIm Norden des Landes liegt der Chobe National Park, nach dem Okavango Delta das beliebteste Reiseziel des Landes. Nur wenn wir „beliebtes Reiseziel“ sagen, dann ist dies in Botswana natürlich nicht zu vergleichen mit dem Grand Canyon oder anderen beliebten Nationalparks. Man wird hier nicht allzu viele Touristen finden. Der Nationalpark ist benannt nach dem Chobe River, der gleichzeitig als Grenzfluss zwischen Namibia und Botswana dient. Da Botswana ein verhältnismäßig teures Reiseland ist, bevorzugen viele Reisende auch, den Nationalpark von Namibia aus zu entdecken, hierzu aber später mehr.

Chobe National Park GiraffenDer Chobe Nationalpark ist der Inbegriff eines afrikanischen Nationalparks, unzählige Tierarten in einer atemberaubenden Landschaft. Nur wer hier Bilder wie aus der Serengeti erwartet, der wird überrascht sein, denn durch die Nähe zum Chobe River ist es hier vergleichsweise grün. Der Kern des Nationalparks ist der Chobe River selbst. Fast alle Safaris können vom kleinen Grenzort Kasane gebucht und begonnen werden. Da Kasane nun aber nicht über einen internationalen Flughafen verfügt, können auch Tagestouren von den Viktoriafällen aus angeboten werden. Es empfiehlt sich daher, den Besuch des Chobe Nationalparks mit den Viktoriafällen zu kombinieren. Wenn ihr mehr Zeit habt, würden wir euch eine mehrwöchige Tour durch Namibia, Botswana und Zambia empfehlen, die wir in einem weiteren Artikel euch näherbringen werden.

Chobe National Park SonnenuntergangKlassische Safaris beginnen im frühen Morgengrauen. Auf einem offenen Jeep oder Transporter werden wir von einem Parkplatz aus in den Nationalpark hineingefahren. Und auch wenn es ungewöhnlich klingt, der Start der Safari wird sehr frostig sein. In Afrika heizt die Sonne die Umgebung auf, was auch bedeutet, dass die Nächte recht kalt werden können. Addiert den Fahrtwind auf dem Jeep hinzu und ihr könnt euch vielleicht in etwas vorstellen, wie es die ersten Minuten sein wird. Wer also einen Schal oder eine Mütze für die Afrikareise einpackt, hat daher nicht den Verstand verloren, sondern ist im Gegenteil sehr gut vorbereitet.

Chobe National Park GiraffenDie Safari führt hauptsächlich über Anhöhen mit Ausblick über den Chobe River. Von hier aus wird man fast mit Garantie Flusspferde sehen, die sich noch etwas verschlafen im Fluss suhlen oder auf einen kleinen Ausflug an Land gehen. Trotz der zur Schau gestellten Trägheit der Tiere sei hier nochmals gewarnt: die meisten Menschen, die in Afrika von Tieren getötet werden, werden von Flusspferden erschlagen. Fühlen die Tiere sich bedroht, greifen sie an. Abstand halten ist hier also eine gute Idee. Die Safari Guides sind gut ausgebildet und passen natürlich auf euch auf.

Chobe National Park WarzenschweinEtwas abseits des Flusses werdet ihr auch Giraffen und Zebras sehen, wie sie die kühlen Temperaturen des Morgens nutzen, um Futter und Wasser zu suchen. Auch Löwen, Büffel, Honigdachse, Ameisenbären, Elefanten und viele Vogelarten können mit etwas Glück vom Fahrzeug aus erspäht werden.

Chobe National Park KrokodilWer nun Lust auf den Chobe National Park bekommen hat, dem sei gesagt, dass die Jeep Safari zwar beeindruckend ist, es aber noch einen viel besseren Weg gibt, den Nationalpark zu erkunden: das Boot. Einige Safariunternehmen bieten Bootssafaris auf dem Chobe River an. Am später Nachmittag, kurz vor der Abenddämmerung, heißt es nun „alle Mann an Bord“ (nachdem geprüft wurde, ob kein Krokodil am Anleger lauert). Man kann hier sogar seine eigenen Getränke und Kühltaschen mitnehmen; Elefanten bei einem kühlen Bier beobachten, wo kann man das schon so nah?

Chobe National Park ElefantenDas Boot macht sich auf den Weg den Fluss hinunter. Viele Tiere kommen in der Abenddämmerung zum Fluss zum Trinken und wir haben auf dem Boot Logenplätze. In der Ferne sehen wir Elefanten den Fluss durchqueren und immer wieder muss das Boot um Flusspferde herum navigieren. Am Ufer sehen wir eine Herde Büffel, die sich erfrischt. Zwischen ihnen wuselt ein paar Affen, die mit ihren Kindern ein bisschen Klettern üben: Bloß nicht ins Wasser fallen, denn immer wieder sieht man ein Augenpaar eines Krokodils aus dem Wasser auftauchen. Auch die Giraffen sind zum am Ufer, mit ihren langen Hälsen und Beinen haben sie schon fast ein bisschen Probleme, aus dem Fluss zu trinken.

Chobe National Park ElefantenDie Bootssafari ist ein absolutes Highlight. Nirgendwo sonst haben wir in der Wildnis so viele verschiedene Tiere in so kurzer Zeit gesehen. Fast würde man meinen, es sind zu viele Eindrücke auf einmal. Wieder einmal taucht ein Flusspferd neben dem Boot auf und auf der anderen Seite des Bootes stolziert eine Elefantenfamilie durchs Wasser.

Chobe National Park BüffelNach ca. zwei Stunden kehrt das Boot zum Anleger zurück. Viel zu früh, werden viele Gäste sagen, denn die Fahrt war beeindruckend. Unser Tipp (der diesmal wirklich absurd klingt): macht diese Bootstour zweimal. Wir haben sie auch im Rahmen einer Rundreise an zwei aufeinanderfolgenden Abenden gemacht und es war eine richtig gute Idee. Denn bei der ersten Tour werdet ihr Fotos machen bis der Akku qualmt, so viel werdet ihr sehen. Macht ihr die Tour ein zweites Mal, habt ihr dann die Ruhe, das Ganze ein wenig besser zu genießen (und vergesst den Wein nicht 😉 ).

Der Chobe Nationalpark ist definitiv ganz weit oben in unseren Top 10 Reisezielen und wird dort auch nicht so schnell zu verdrängen sein. Egal, ob man den Chobe National Park im Rahmen eine Safari Rundfahrt erkundet, oder ihn mit den Viktoriafällen zusammen mit einem Städtetrip in Südafrika verbindet, er ist jede Minute und jeden Cent des Reisebudgets wert.

 

Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei