StädtereiseSüdostasien

10 Must Dos in Singapur

Singapur Skyline

die Skyline von Singapur

Viele werden mit Singapur nur den Weg nach Down Under verbinden. Wir haben auch schon über die Möglichkeit geschrieben, wie man es organisieren kann, diesen notwendigen Zwischenstopp zu nutzen und sich einen oder zwei Tage im Land zu gönnen. Denn Singapur ist es auf jeden Fall Wert erkundet zu werden. Es lebt von den unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen und ist trotz sichtbarer Tradition eine super-moderne Megacity. Genau diese Kontraste machen es so spannend, dass hier jeder auf seine Kosten kommt. Dabei ist es ganz egal, ob man futuristische Architektur oder traditionelle Hindu-Tempel in seinem Urlaub bestaunen möchte.

In diesem Artikel soll es nun also darum gehen, wie man ein paar Tage Zwischenstopp verbringen kann und was man sich auch bei einem kurzen Aufenthalt nicht entgehen lassen sollte.

Marina Bay Sands

Singapur Marina Bay Sands

Marina Bay Sands bei Nacht

Die wahrscheinlich bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Marina Bay Sands. Dieses Luxushotel besticht durch seine besondere Architektur: es sieht so aus als würde ein großes Schiff auf drei Säulen getragen (so beschreibe ich es als Architektur-Laie, es gibt wahrscheinlich eine professionellere Beschreibung 🙂 ). Bekannt ist es auch dafür, dass es oben im 57. Stock auf der Dachterasse einen Infinity Pool hat und man so praktisch über die Gardens by the Bay schweben kann. Leider ist der Pool ausschließlich für Hotelgäste reserviert. Wir haben aber auch schon von Leuten gehört, die sich nur eine Nacht lang das günstigste Zimmer gemietet haben, nur um einmal dort oben schwimmen zu gehen. Wenn man sich auch dieses immer noch recht kostspielige Vergnügen nicht leisten möchte, gibt es trotzdem auch als “Auswärtiger” Möglichkeiten, die Aussicht vom Sky Park aus zu genießen. Es gibt Tickets für ca. 23$, mit denen man zum Observation Deck und der Rooftop Bar gelangt. Vorreservieren ist eine gute Sache, vor allem, wenn man zum Sonnenuntergang oder an einem Wochenende rauf möchte, denn die Besucherzahl ist begrenzt.

Singapur Marina Bay Sands

Blick von der Aussichtsplattform auf den Hafen von Singapur

Sonnenuntergang ist ein gutes Stichwort: natürlich hat man zu jeder Zeit einen fantastischen Ausblick über die Stadt in der einen und die Gardens by the Bay in der anderen Richtung. Besonders schön wird es aber in der untergehenden Sonne und bei Dunkelheit. Wenn man in Richtung Stadt schaut, werden die Hochhäuser bunt beleuchtet und man hat eine super Sicht auf die restliche Skyline. Auf dem Kanal zwischen Hotel und Stadt gibt es jeden Abend auch eine Wasser- und Licht-Show. Nicht gegen die Wasserspiele vor einem Las Vegas Hotel, aber die hier sind doch viel größer und viel bunter. Auf jeden Fall ein Muss!

Hat man sich an der Stadt tatsächlich satt gesehen, kann man auf die andere Seite des “Schiffs” und überblickt die Gardens by the Bay mit ihren ikonischen Super Trees, natürlich auch bunt beleuchtet, und den Singapore Flyer, das große Riesenrad.

Für das leibliche Wohl ist in der Rooftop Bar gesorgt. Alternativ lohnt sich auch der Food Court des Hotels im Untergeschoss. Foodcourt klingt erst mal nicht so toll, aber in Singapur sammeln sich hier wirklich tolle und authentische Essensstände, wo jeder etwas finden kann.

U-Bahn Station: Bayfront

Gardens by the Bay

Singapur Gardens by the Bay

die Supertrees sind bei Nacht beleuchtet

Direkt neben dem Marina Bay Sands und fast genauso bekannt sind die Gardens by the Bay. Auf diesem 54ha großen Areal kann man untertags im Grünen die Seele baumeln lassen und in den tropischen Gewächshäusern Flower Dome und Cloud Forest alle möglichen Orchideen-Arten und einen Indoor Wasserfall erleben. Besonders nachts sind die Supertrees spektakulär. Diese bis zu 50 Meter hohen künstlichen Bäume spenden tagsüber Schatten und sammeln mittels Photovoltaik-Anlagen Energie für Kühlsysteme. Sie dienen der Aufzucht seltener Pflanzen und werden nachts durch eine bunte Lichtshow zum Leben erweckt. Für diejenigen ohne Höhenangst gibt es den Skyway, eine Brücke, die in 22Metern Höhe die Bäume miteinander verbindet.

Neben diesen bekannteren Sehenswürdigkeiten bietet der Garten auch immer wieder wechselnde Kunstausstellungen, Festivals oder Filmvorführungen. Ein Blick in den aktuellen Kalender lohnt sich.

Der Garten selbst ist kostenlos und hat bis spät nachts geöffnet. Nur für den Skyway durch die Supertrees und die Gewächshäuser muss man Eintritt zahlen. Diese schließen auch früher.

U-Bahn Station: Bayfront

Merlion

Gegenüber dem Marina Bay Sands, am südlichen Ende der Esplanade Bridge liegt wenig spektakulär das eigentliche Wahrzeichen des Stadtstaates: der Merlion.

Das Fabelwesen Merlion besteht aus einem Löwenkopf und einem Fischschwanz, ähnlich einer Meerjungfrau. Der Fischkörper repräsentiert Singapurs Ursprung als Fischerdorf, der Löwenkopf steht für Singapurs alten Namen Singapura, was übersetzt Löwenstadt bedeutet.

Es gibt mehrere Statuen des Merlion in der Stadt, aber das hier ist die ursprüngliche Location, an der die erste Statue 1972 enthüllt wurde. Die größte der Merlion Statuen, eine 37m hohe Replik, findet man auf Sentosa Island.

U-Bahn Station: Raffles Place

Formel 1

Singapur Formel 1

an der Rennstrecke

Ein absolutes Highlight für Motorsportfans ist es, wenn jedes Jahr wieder der Formel 1 Zirkus seine Zelte in Singapur aufschlägt. Im wahrscheinlich spektakulärsten Rennen der Saison, schlängeln sich die Autos durch den beleuchteten Stadtparcours, direkt am Marina Bay Sands Hotel vorbei. Es ist ein großes Event, das auch durch viel Rahmenprogramm von sich reden macht. An jedem der drei Veranstaltungstage treten abends Weltstars auf der Gesangsbühne auf. Für Fans auf jeden Fall ein Muss! Stefan hat es schon einmal mitgemacht und möchte unbedingt noch einmal hin

Botanischer Garten

Singapur Botanischer Garten

Singapurs Nationalblume ist eine Orchidee und dieser wird im botanischen Garten alle Ehre erwiesen. 1859 gegründet, gehrt der Garten heute zum UNESCO Weltkulturerbe, wurde als Garden of the Year ausgezeichnet und gehört zu Asiens Top Park Attraktionen.

Der Orchideen Garten (Eintritt 5$) beheimatet, wie der Name schon sagt, praktisch unendlich viele Orchideen-Arten. Uns hat besonders der VIP Orchid Garden gefallen: hier wachsen Züchtungen, die nach berühmten Persönlichkeiten benannt sind. Mehr als 100 Stars, Staatsoberhäupter und Würdenträger wurden hier in Orchideenform verewigt, u.a. Margaret Thatcher, Nelson Mandela und auch Angela Merkel.

U-Bahn Station: Botanic Gardens

Sentosa Island

Was als britischer Militärstützpunkt begonnen hat, ist heute ein riesiges Vergnügungs- und Naherholungsgebiet für Singapur. Die kleine vorgelagerte Insel strotzt nur so vor Attraktionen für jeden Geschmack. Sonnenanbeter kommen auf den langen weißen Stränden auf ihre Kosten; Geschichtsinteressierte können die Überbleibsel des Fort Soliso erkunden; Actionfans können sich als Trapez-Künstler versuchen oder sich in 3 und 4D Kinos verwirren lassen; Naturfreunde sind im Schmetterlingsgarten, im Aquarium oder auf einer Dschungelwanderung gut aufgehoben. Also alles in allem ein Ziel für die ganze Familie, wenn man sich wieder nicht einigen kann, was gemacht werden soll 🙂

U-Bahn Station: Harbourfront und dann weiter mit dem Sentosa Express

Orchard Road

Singapur Orchard Road

die Shopping Malls der Orchard Road sind auch bei Nacht ein Hingucker

Die Orchard Road ist die 5th Avenue Singapurs. Es dreht sich alles ums Shoppen – und das meist recht hochpreisig. Sehenswert sind aber auf jeden Fall die Konsumtempel mit ihrer hochmodernen Architektur. Auch die Food Courts und Hawker Centres sind  – wie im Marina Bay Sands Hotel – auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders beliebt ist das Newton Food Center.

Kleiner Tipp: wenn viel los ist, kann man sich seinen Platz an einem der Tische durch das Hinlegen einer Tempo-Packung reservieren, während man dann in aller Ruhe sein Lieblingsessen sucht (Handtuch lässt grüßen 🙂 )

U-Bahn Station: Somerset

Raffles Hotel

Singapur Raffles Hotel

im Innenhof des Raffles Hotels

Singapur lebt, wie oben schon erwähnt von seinen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. Deswegen gehören zu Singapurs Top 10 auch drei Stadtviertel mit ihrem ganz eigenen Stil.

Wie könnte es auch anders sein, haben die Engländer während der Kolonialzeit auch hier ihre Fußabdrücke hinterlassen. Heute sieht man nicht mehr viel davon, aber ein kleiner Spaziergang um die U-Bahn Station City Hall herum lohnt sich in jedem Fall.

Als erstes fällt einem wahrscheinlich die St. Andrews Cathedral ins Auge. Die ursprüngliche Kirche an dieser Stelle wurde 1837 eingeweiht, nach zwei Blitzeinschlägen allerdings schon 1852 schon wieder geschlossen. Die heutige Kirche wurde von schottischen Kaufleuten finanziert, weswegen sie dem schottischen Schutzheiligen, dem heiligen Andreas geweiht wurde. Sie steht seit 1862 hier.

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Hinter der Kathedrale findet man die frühere City Hall, die heutzutage ein Museum beheimatet.

Um der Hitze ein wenig zu entkommen lohnt sich ein Zwischenstopp im Raffles Hotel. In den 1830 als luxuriöses Strandhotel erbaut, hat es bis heute nicht von seinem Flair eingebüßt – auch wenn es nicht mehr am Strand liegt. Wie wäre es hier mit einem Original Singapore Sling an der Bar?

U-Bahn Station: City Hall

China Town

Früher eine Enklave für chinesisch-stämmige Immigranten liegt der Reiz des heutigen China Town in seiner Kombination von Tradition und Moderne: einerseits traditionelle Teestuben und jahrhundertealte Tempel, auf der anderen Straßenseite hippe Bars.

Singapur Chinatown

Chinatown

Kulturliebhaber wird besonders der Budda Tooth Relic Tempel ansprechen – der Innenraum wurde in Form eines Mandalas gebaut. In Fußläufiger Distanz findet man außerdem einen Hindu-Tempel und eine Moschee.

Ein ganz großes Thema ist hier natürlich auch das Essen und wie überall in Singapur hat auch Chinatown sein Hawker Food, von gebratenen Nudeln über gegrillte Spießchen findet hier jeder etwas. An besonders ist der Hawker Stand A Noodle Story im Amoy Street Food Center. Dieser wurde in den letzten Jahren für seine aromatischen Ramen-Suppen im Michelin Bib Gourmand erwähnt.

U-Bahn Station: Chinatown

Little India

Singapur Little India

Little India

Farben, Farben, Farben, soweit man schauen kann. Ein Besuch in einem der vielen Textilläden ist ein echter Sinnesrausch. Wenn nur deutsche Winterkleidung so bunt wäre. Die dunkle Jahreszeit wäre wahrscheinlich gleich um einiges erträglicher 🙂

Früher gab es hier eine Rennbahn, wegen der sich viele Europäer hier angesiedelt haben. In der Folge entwickelte sich in der Gegend ein florierender Viehhandel. Für den Handel wurden meist indische Wanderarbeiter angeheuert, die sich dann ebenfalls hier niederließen und Hindu-Tempel und Moscheen gründeten. Von der Rennbahn ist heute nichts mehr zu sehen, aber ein reiches indisches Erbe bleibt bestehen.

Besondere Tipps sind hier – klar- das Essen 🙂 aber auch ein Besuch zu indischen Feiertagen wie Deepavali oder Ponggal. Es wird sher laut und sehr bunt.

U-Bahn Station: Little India

 

Singapur lebt heute noch von den vielen verschiedenen kulturellen Einflüssen seiner Einwanderer. Es ist ein wahrer Melting Pot, in dem alle Kulturen du Religionen nebeneinander existieren können und sich gegenseitig bereichern. Für uns ist Singapur eins unserer Lieblingsziele auf Reisen, eben gerade wegen dieser Vielseitigkeit. Das einzige, was uns in Singapur echt zu schaffen macht, ist das Klima. Selbst um 10 Uhr abends braucht man nach einem kurzen Spaziergang eine Dusche, weil es so heiß und schwül ist. Wir kommen trotzdem immer wieder gerne hierher.

Anreise

Singapur ist durch mehrere Direktflüge in ca. 12 Stunden von Deutschland aus zu erreichen.

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Reisezeit

In Singapur ist es immer warm. Besonders schön, weil nicht so schwül sind die ersten Monate im Jahr, bis etwa im April.

Unterkunft

In Singapur gibt es unzählige Hotels. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass man eine gute Anbindung an die U-Bahn hat. Unsere Empfehlung ist das Grand Pacific Hotel mit Anschluss an die wichtigsten U-Bahn-Linien.

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